Batteriehersteller braucht für neues Zentrum mehr Platz

Triathlon will künftig flexibel und schnell auf neue Marktbedürfnisse reagieren. Dabei sorgt er dafür, dass Glauchaus größtes Gewerbegebiet so gut wie voll ist.

Glauchau.

Bagger fressen sich durch die Erde und begradigen den leichten Hang an der Siemensstraße im Glauchauer Gewerbegebiet. Eine große Bautafel am Straßenrand kündigt einen Neubau des Batterieherstellers Triathlon an, der seit ein paar Jahren in Glauchau ansässig ist. "Die Triathlon lipro GmbH plant die Errichtung eines Produktions- sowie Entwicklungsstandorts für Batteriesysteme auf Basis von Lithium-Ionen-Batteriezellen", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Die Erdarbeiten auf dem Gelände zwischen der Bäckerei Förster und HSE Bau haben Ende Juli begonnen. Nach Angaben von Triathlon soll im Sommer 2019 die neue Produktionsstätte samt Entwicklungszentrum fertiggestellt sein. Bis zu 50 neue Arbeitsplätze sind geplant.

In der Vergangenheit sind von Triathlon vor allem Blei-Säure-Batterien produziert worden. Allerdings wird im Bereich der Energiespeicher für Flurförderzeuge zukünftig insbesondere der Bedarf an Lithium-Ionen-Batteriesystemen stetig steigen. Ziel der Investition sei es daher, flexibel, schnell und qualitätsgerecht auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren zu können.

Vor fünf Jahren hat das Unternehmen mit 18 Millionen Euro für eine der größten Investitionen in Glauchau gesorgt. 2013 begann der Bau der ersten Werkshallen zwischen Siemensstraße und Peniger Straße. Im Oktober 2014 ging die Batterieproduktion mit 51 neuen Arbeitsplätzen in Betrieb. Schon damals war klar, dass dies wohl erst der Beginn des Engagements von Triathlon in Glauchau sein würde. "Aktuell beschäftigen wir etwa 95 Mitarbeiter an unserem Standort", teilt das Unternehmen mit.

Die jetzige Investition ist offenbar ebenfalls noch nicht das Ende, denn im Mai 2018 hat der Glauchauer Stadtrat dem Verkauf von weiteren 60.000 Quadratmetern Fläche an Triathlon zugestimmt. Dabei handelt es sich um das Areal östlich der Peniger Straße im Gewerbegebiet Nordost. Damit sind im Gewerbe- und Industriegebiet nur noch Restflächen frei. Die größte noch verfügbare Fläche ist nach den Worten von Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) etwa drei Hektar groß und liegt im Innenbereich der Boschstraße. "Wir müssen uns nun möglichen Erweiterungsflächen in Glauchau zuwenden", sagt das Stadtoberhaupt. Infrage kämen die Areale zwischen Auesiedlung und Niederschindmaas sowie zwischen B 175 und der Bahnlinie hinter dem Autohaus Spranger. Für beide Flächen gibt es Aufstellungsbeschlüsse aus den 1990er-Jahren. Fest stehe aber schon jetzt, dass beide Flächen nicht für Industrieansiedlungen geeignet sind.

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