Bequemer Schreibtisch passé

Das erste Jahr als Bürgermeister von Oberlungwitz hat Thomas Hetzel nun geschafft. Er ist zufrieden und hat noch viel vor.

Oberlungwitz.

Thomas Hetzel (parteilos) hat bisher an keinem einzigen Tag seine Entscheidung bereut, für das Amt als Bürgermeister zu kandidieren. "Ich gehe jeden Morgen gern ins Rathaus", betont der Stadtchef, der auf sein erstes Dienstjahr zurückblickt. Elf Stadtratssitzungen, 19 Ausschusssitzungen und eine Einwohnerversammlung hat er in dieser Zeit vorbereitet und geleitet. Hinzu kommen 19 Bürgersprechstunden, die Teilnahme an unzähligen Zweckverbands- und Gesellschafterversammlungen sowie Geburtstagsbesuche bei 125 Senioren. Die meiste Arbeit gab es im Rathaus selbst. "Ohne die Mitarbeiter und die Stadträte wäre ich aufgeschmissen. Es läuft wirklich gut. Alle ziehen an einem Strang", sagt er.

Die Themen, die den Alltag bestimmen, haben sich gewandelt. "Vor allem mit Blick auf die Asylproblematik ist es ruhiger geworden", sagt der 33-Jährige, der zu Beginn seiner Amtszeit oft mit diesem Thema zu tun hatte. Eine Vielzahl von Bauprojekten wurden angeschoben oder sind geschafft, wenngleich das nicht immer so schnell geht, wie von Hetzel erhofft. Denn in der Behörde sind eben meist mehr Instanzen beteiligt als bei Hetzels vorheriger Tätigkeit im Veranstaltungsmanagement. Das zeigt sich beispielsweise bei der Homepage der Stadt. Die sollte eigentlich längst neu sein. Doch es ist noch Geduld nötig. "Da war ich vielleicht etwas naiv", gibt der Bürgermeister zu.

Seinen Vorgänger Steffen Schubert trifft er bei Veranstaltungen regelmäßig. Doch in die Arbeit mischt sich Schubert, der zuvor 25 Jahre im Amt war, laut Thomas Hetzel nie ein.

Trotz der guten Haushaltslage hat Hetzel auch schon gespart und zwar faktisch an sich selbst. Geld, das für sein Büro bestimmt war, wurde teilweise anders eingesetzt. Bis zur Anschaffung eines bequemeren Schreibtisches wird deshalb noch einige Zeit vergehen.

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