Bereitschaft in Zwickau

Die kinderärztliche Praxis für das Chemnitzer Land öffnet am Heinrich-Braun-Klinikum. Das bedeutet eine feste Anlaufstelle für Patienten, aber auch weitere Wege.

Glauchau/Hohenstein-E.

Die Neustrukturierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes bringt vor allem in der Hohenstein-Ernstthaler Region auch Änderungen bei den Kinderärzten mit sich. Wie die Oberlungwitzer Kinderärztin Katharina Schulze sagt, befindet sich die Kinderärztliche Bereitschaftspraxis im Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau. Damit einher gehen würden weitere Wege für Patienten und Kinderärzte im Bereitschaftsfall.

Nach Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV) startet der Kinderärztliche Bereitschaftsdienst in der Bereitschaftspraxis Zwickau am 3. Oktober. Geöffnet ist an allen Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen jeweils von 9 bis 19 Uhr. Der Bereitschaftsdienst werde nicht mehr in der eigenen Arztpraxis absolviert, sondern in der Praxis im Krankenhaus. Für die Kinderärzte der Region ist dies das Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau, für die Allgemeinmediziner öffnet in der Glauchauer Rudolf-Virchow-Klinik die Bereitschaftspraxis, die am 2 Oktober startet, mittwochs und freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr sowie an Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet hat. Die Patienten haben laut KV in den neuen Bereitschaftsdienstbereichen eine feste Anlaufstelle für notwendige Arztbesuche zu den sprechstundenfreien Zeiten und müssen nicht mehr nachsehen, welcher Arzt Bereitschaft hat.

Generell ist der ärztliche Bereitschaftsdienst neuerdings erreichbar unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117. Er ist laut KV zuständig bei "nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, wegen denen man normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würde", deren Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Wenn es medizinisch erforderlich ist, werde dann ein Hausbesuch vereinbart. Dafür hat die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen für den ehemaligen Landkreis Chemnitzer Land das Unternehmen Helfende Franken gGmbH als Fahrdienst verpflichtet.

Die Fahrzeuge sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem für Säuglings- und Kindernotfälle ausgestattet, auch wenn der Bereitschaftsmediziner kein Kinderarzt ist. Das verwundert die Allgemeinärztin Ute Müller in Meerane. "Wir absolvieren schon seit vielen Jahren keinen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst mehr", sagt sie. Laut Michael Müller, kaufmännischer Leiter des Fahrdienstleisters, ist dies kein Problem. Es liege im Ermessen des Bereitschaftsarztes, den Notarzt zu rufen.

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