Betondurchlass ersetzt Ziegelgewölbe

Ein tiefes Loch in der Straße Am Kiefernberg teilt Grumbach derzeit verkehrstechnisch in zwei Hälften. Dort wird kräftig gebaggert.

Grumbach.

Fällig war die Maßnahme schon lange. Das Ziegelgewölbe des Durchlasses an der Straße Am Kiefernberg 42 in Grumbach dürfte älter als 100 Jahre gewesen sein. Genau dort macht der Bach neben der Straße einen Rechtsknick und wechselte im Durchlass die Straßenseite. Das Bauwerk wird derzeit erneuert.

Rund 175.000 Euro sind für die Maßnahme im Haushalt 2019 der Gemeinde Callenberg eingeplant. Zurzeit wird auf der Baustelle kräftig gebaggert. Der alte Durchlass ist bereits verschwunden. Sechs 40-Tonner mit Erdmassen haben die Männer von der Firma Delling Bau aus Claußnitz bisher abgefahren. Da kommen noch einige dazu. Für die Maßnahme wurde die Straße voll gesperrt. Am Mittwoch haben die Tiefbauer erst einmal eine provisorische Umgehung für die Fußgänger angelegt, bevor es mit der eigentlichen Baugrube weitergeht.

Die Maßnahme selbst ist ziemlich umfangreich. Nach dem Abriss des alten Gewölbes wird die Baugrube weiter vergrößert und bekommt für die Zeit des Baugeschehens einen Bypass. Ein 50 Zentimeter dickes Rohr leitet als Umfluter das Bachwasser um die Baustelle herum. Zunächst wird in die Bachsohle eine Sauberkeitsschicht eingebaut, darauf entsteht eine Grundplatte aus Beton. Den neuen Durchlass bildet ein sechs Meter langes U-Profil aus Beton. Das wird dann mit einer Kappe gedeckelt, auf der die künftige Fahrbahn verläuft.

Einen Nebeneffekt gibt es: Mit dem Ersatzneubau verbreitert sich die Fahrbahn von 4,20 auf fünf Meter. Auf beiden Seiten des Durchlasses erfolgen weitere Baumaßnahmen. So steht zudem eine Bachbettsanierung an. In Höhe Grundstück Nummer 42 bekommt das Ufer zum auftreffenden Bach hin eine Prallwand. Auch die Uferböschungen werden neu gestaltet und mit Wasserbausteinen stabilisiert. Der Steinsatz soll im Hochwasserfall das Abtragen von Material verhindern.

Callenbergs Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) sagte zur jüngsten Gemeinderatssitzung: "Geplant ist, dass die Baumaßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann." Die Bauleute zeigen da eher gebremsten Optimismus. Der größte Risikofaktor sei bei solch spät im Jahr begonnenen Baumaßnahmen das Wetter. Spielt das mit, könnte es eventuell klappen, sind sich die Männer von Delling Bau einig.

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