Blasmusiker schmieden Pläne

Der Musikverein Lichtenstein trotzt Corona und plant für 2021. Da werden auch Hochkaräter bei Konzerten zu Gast sein.

Rödlitz.

Für die Mitglieder des Musikvereins Lichtenstein war der erste Advent ein trauriger Sonntag. Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren standen die Musikanten nicht beim traditionellen Weihnachtskonzert auf der Bühne. Corona hat auch die Blasmusik ausgebremst.

"Es war ein trauriges Jahr. Aber das wird ja nun nicht für immer so sein", sagt Orchestersprecherin Karin Süß. Die Macher des Vereins sind überzeugt: Sobald ein Impfstoff auch für Deutschland in greifbare Nähe rückt, wird sich das Leben in der Republik und damit auch im Kultursektor normalisieren. Dafür wollten die Musiker gerüstet sein. "Deshalb hat der Vorstand in einer zweistündigen Video-Konferenz Pläne für 2021 geschmiedet."

Die Musiker konnten wegen der Abstands- und Hygieneregeln in diesem Jahr nur einige Male in der Turnhalle der Rödlitzer Grundschule proben. Verlernt haben sie das Musizieren natürlich nicht. Bevor es aber wieder richtig auf die Bühne geht, wollen die Orchester beim Probenlager im April in Naumburg Versäumtes aufholen.

Obwohl Sachsen die Corona-Zügel gerade noch einmal angezogen hat, scharren die Musiker optimistisch mit den Hufen. Die Weichen für Auftritte und Höhepunkte sind gestellt. So wird am 18. April das Polizeiorchester des Freistaates Sachsen in Lichtenstein zu einem Konzert erwartet. Am 18. Mai holt das Marinemusikkorps Ostsee, Standort Kiel, sein ausgefallenes Konzert von 2020 nach. Eine kleine Gruppe der Musiker von der Küste gibt schon Proben ihres Könnens beim "BBB" (Bier, Bratwurst, Blasmusik) am Männertag. Der wird diesmal am Daetz-Centrum stattfinden. Neben anderen geplanten Auftritten werden die Lichtensteiner 2021 natürlich wieder ein Weihnachtskonzert bestreiten. Das erste fand übrigens 1991 im "Unionhof" statt.

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