Borkenkäfer: Bäume fallen der Axt zum Opfer

In Heinrichsort sind vor allem geschwächte Fichten betroffen

Heinrichsort.

Hinter dem Sportplatz in Heinrichsort heulen seit Tagen die Kettensägen. Teile des Kommunalwalds müssen abgeholzt werden. Grund: der Borkenkäfer.

Bereits im vorigen Jahr hatten Einwohner den Befall bemerkt, sagt Ortsvorsteherin Annett Richter. Hinter dem Sportplatz waren Bäume braun geworden - ein deutlicher Hinweis auf den Käfer, der unter Forstleuten als Schädling gilt. Das Tierchen hatte sich bereits weiter verbreitet, als zuerst angenommen. "Bäume können auch befallen sein, wenn sie noch grün sind und gesund aussehen", erklärt Förster Frank Günther, der manchmal in den angrenzenden Privatwäldern unterwegs ist. Auch dort haben die Waldbesitzer Bäume fällen lassen, bestätigt Günther. Es sind vor allem Fichten, die von Borkenkäfern befallen werden. Das schreibt die Stadt Lichtenstein in ihrem Amtsblatt. Die Bäume haben ziemlich gelitten in den letzten Jahren, Stürme und Trockenheit haben ihnen zugesetzt. Nun sind sie das perfekte Futter für den Borkenkäfer. Er bohrt sich durch die Rinde, legt dort Eier ab - die Bäume sterben. Aufforsten will die Stadt nach dem Kahlschlag nicht, sagt Annett Richter. Es gebe ausreichend junge Bäume, die von allein nachwachsen sollen.


Bäume im gesamten Kreis sind befallen, das hatte Revierförsterin Janina Albrecht bereits vor Wochen festgestellt. Indes sprechen sich Umweltschützer gegen den Einsatz von Chemie aus. Gegen Abholzen befallener Bäume spreche aber nichts.

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