Bürgermeisterin Müller stellt sich noch einmal zur Wahl

In Bernsdorf wird am 26. Mai auch ein neues Gemeindeoberhaupt gewählt. Vermutlich bleibt die bisherige Rathauschefin im Amt. Bislang ist sie die einzige Kandidatin.

Bernsdorf.

Am 26. Mai ist großer Wahltag. Dann wird ein neues Europaparlament gewählt, ein neuer Kreistag und ein neuer Stadt- oder Gemeinderat. In Bernsdorf können die rund 1800 wahlberechtigten Einwohner gleich den Bürgermeister mit wählen, damit sich der Gang ins Wahllokal auch richtig lohnt.

Oder eine Bürgermeisterin. Die Amtsinhaberin Roswitha Müller hat am Dienstag gegenüber der "Freien Presse" offiziell erklärt, dass sie für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. "Ja, ich trete wieder an. Mir bereitet die Arbeit viel Freude", so die 60-jährige Kommunalpolitikerin, die Mitglied der FDP ist. Allerdings hatte sie etwa zur Hälfte der Amtszeit eine längere Phase, in der sie überlegt hat, vielleicht doch nicht noch einmal anzutreten, gibt sie zu. Ihre hauptberufliche Tätigkeit in einem Lohnsteuerhilfeverein nahm viel Zeit in Anspruch, die Doppelbelastung war groß. "Aber jetzt steht mein Entschluss fest", sagt sie.

Seit dem Jahre 2012 bekleidet Müller das Bürgermeisteramt. Auch wenn die Kommunalpolitikerin damals nur die einzige Kandidatin war - die Wahl erwies sich für sie als ein großer Erfolg. 866 der 887 abgegebenen gültigen Stimmzettel hatten ein Kreuz an der Stelle ihres Namens. Das waren stolze 97,6 Prozent. "Doch noch viel mehr habe ich mich damals über die Wahlbeteiligung gefreut", erinnert sich die Bürgermeisterin, deren Amtszeit am 30, Juni zu Ende gehen würde, falls sie diesmal nicht gewählt wird.

Aber ihre Chancen stehen gut. 2012 wurde sie mit der Unterstützung der Orts-CDU gewählt. Die Bernsdorfer Christdemokraten wollen auch 2019 die FDP-Kandidatin Müller unterstützen. Gemeinderatsmitglied und CDU-Ortsvorsitzende Elisabeth Rips-Plath am Montag gegenüber "Freie Presse": "Es war ein gutes Arbeiten mit Frau Müller. Es soll auch in Zukunft bei uns im Ort so sein, dass wir parteiübergreifend arbeiten und alle an einem Strang ziehen." Im Gemeinderat hat die CDU neun, die FDP drei und die Kommunale Wählervereinigung Jugendblasorchester zwei Sitze. Ein weiterer Kandidat für die Bürgermeisterwahl hat sich bisher nicht gemeldet. Bis Ende März ist Zeit. Roswitha Müller: "Vielleicht gibt es noch einen Bewerber. Damit habe ich kein Problem. Wir leben in einer Demokratie."

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