Daetz will nur Empore beräumen

Stifter reagiert auf Spitze des Bürgermeisters

Lichtenstein.

Nach einem Bericht der "Freie Presse", in dem die Umbaupläne der Stadt Lichtenstein im Daetz-Centrum thematisiert wurden, hat sich Stifter Peter Daetz (89) zu Wort gemeldet. Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) hatte sinngemäß gesagt, dass Staub und Dreck der Umbauarbeiten Daetz vielleicht dazu bewegen könnten, die Exponate aus dem Foyer des Daetz-Centrums zu räumen. Doch das wird wahrscheinlich nicht passieren. Peter Daetz teilte mit, dass er die Pläne zur Schaffung eines größeren Veranstaltungsraumes und das Engagement der Mugler-Stiftung, die eine Ausstellung mit Werken von Siegfried Otto-Hüttengrund und Workshops rund um das Thema Holzkunst plant, durchaus positiv bewerte. Deshalb wolle er die Exponate auf der Empore im Obergeschoss beräumen.

Doch eine Etage tiefer, wo der Großteil der Umbauarbeiten stattfinden soll, gibt es kein Entgegenkommen. "Die zur Dauerausstellung gehörenden Exponate im Erdgeschoss werden unberührt bleiben", stellte er klar und fordert dies auch von der Stadt. Ansonsten könne es Ärger geben. Denn wie es mit der Dauerausstellung weitergeht, entscheide ja schließlich das Gericht.

Vor dem Landgericht Zwickau läuft seit Anfang des Jahres eine Räumungsklage der Stadtverwaltung gegen die Daetz-Stiftung, nachdem es in jahrelangen Gesprächen sowie dem vom Gericht angeordneten Mediationsverfahren keine Einigung über eine Neugestaltung des Daetz-Centrums und seiner Dauerausstellung mit mehr als 600 Holzkunstwerken aus aller Welt gab. (mpf)

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