Das "brüllende Zebra" büxt aus

Ein tierisch anspruchsvolles Wochenende im Auto, eine tierisch begeisterte Freiwillige und ein tierisch dicht gepacktes Programm.

Ruben Zeltner, Chef des Verkehrssicherheitszentrum "Am, Sachsenring" und seine Ehefrau Petra machen an diesem Wochenende einen Abstecher nach Eisenach. Bei der 58. ADAC Cosmo Rallye Wartburg will der deutsche Rallyemeister von 2014 und 2015 seinem "brüllenden Zebra" wieder die Sporen geben. Der Auftritt in Thüringen ist der erste gemeinsame Start des Ehepaares in dieser Saison. Petra Zeltner hatte sich im Frühjahr einer Hüftoperation unterzogen. Nach der Reha in Bayern ist sie nun wieder einigermaßen fit. "Das Aus- und Einsteigen bereitet ihr noch Schmerzen", sagt Ruben Zeltner. Trotzdem will ihren Mann in gewohnter Weise als Co-Pilotin im Porsche 911 GT3 unterstützen. Vor den beiden liegen 132 Wertungskilometer. Rund um die Opel-Stadt werden 18 Wertungsprüfungen gefahren. Die ersten fünf Wertungsprüfungen in der Hitzeschlacht der Traditionsrallye sind bereits am Freitag gefahren worden. Heute stehen noch einmal sieben schnelle Strecken auf dem Plan. Dem Porsche liegt die Wartburg-Rallye. Ruben Zeltner: "Mich reizen die schnellen Abschnitte und die welligen Passagen." (hpk)

Max Günther (18) hat sich zu seinem Geburtstag selbst das schönste Geschenk gemacht. Der junge Rennfahrer, der für das Team Lubner Motorsport Langstreckenrennen in der DMV NES 500 im Opel Astra OPC bestreitet, fuhr auf dem Lausitzring zunächst im Zeittraining und dann auch im Rennen die schnellste Runde im dreiköpfigen Team. Hinterm Lenkrad wechselt sich der Hohenstein-Ernstthaler mit Andrea Sabbatini und Christian Puth ab. Im Rennen der Klasse NES 6 gab es für Max Günther noch ein Extrageschenk. Das Trio teilte sich das vierstündige Rennen gut ein, kombinierten Speed und schonende Fahrweise am besten und überquerte die Ziellinie in der gutbesetzten Klasse NES 6 als Sieger. Nach dem 2. Platz beim Serienauftakt in Spa-Francorchamps der erste Sieg. Günther freute sich riesig: "Einfach war es nicht. Durch die enorme Hitze war das Rennen sehr anstrengend." (hpk) Jessica Seidel (17) hat ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Tierheim Langenberg fast beendet. "Es ging viel zu schnell vorbei", sagt sie. Gerade jetzt, wo sich alle Tiere gut an sie gewöhnt haben, endet die Zeit im Tierheim. Dort hat sie sich vor allem um die Hunde gekümmert. Selbst mit etwas schwierigeren Artgenossen wie der sehr scheuen Oli oder dem manchmal aggressiven Carlos kommt die Langenbergerin gut klar. Angst hat sie nie vor Hunden, stets aber Respekt. "Ich habe hier viel dazu gelernt", sagt Jessica Seidel, die am 1. August mit einer Ausbildung beginnt. Die wird aber nichts mit Tieren zu tun haben, was beim ursprünglichen Berufswunsch Pferdewirtin noch der Fall war. Durch ein paar Verletzungen im Umgang mit dem Pferd hat sie sich umentschieden und startet die Ausbildung bei der Bäckerei Förster. "Backen ist ja auch ein Hobby von mir", sagt. Das frühe Aufstehen wird schon irgendwie klappen und bringt ja schließlich auch den Vorteil, dass die Arbeit eher vorbei ist und die Freizeit für die Haustiere oder Besuche im Tierheim genutzt werden kann. (mpf)

Alexander Lötzsch (34) aus Wüstenbrand hat derzeit keine Langeweile. Er leitet den Festausschuss, der die 50. Auflage des Heidelbergfestes im Hohenstein-Ernstthaler Ortsteil Wüstenbrand vorbereitet hat. Am kommenden Wochenende steigt die große Sause, für die am heutigen Samstag der Stellplatz für die Schausteller vorbereitet wird. "Die stehen diesmal auf dem Reitplatz", sagt Lötzsch. Der kleine Festplatz unterhalb ist für das Festzelt und Besucher vor der Bühne. In den vergangenen Jahren wurde das Fest jeweils nur auf dem kleinen Areal rund um die Bühne gefeiert. Diesmal könnte es dort eng werden. "Beim Programm haben wir echte Kracher dabei", sagt Lötzsch. So kommen zum Auftakt am Freitagabend "Gudrun Lange & Kaktus", die schon zu DDR-Zeiten regelmäßig beim Fest auftraten. "Ich hatte sie einfach mal angerufen und sie konnte sich noch gut daran erinnern", sagt Alexander Lötzsch, der das Heidelbergfest als "Ur-Wüstenbrander" von Kleinauf kennt. (mpf)

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