"Das geht richtig vorwärts"

Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) über die Zukunft des Motorrad Grand Prix, Baustellen und den Breitbandausbau

Hohenstein-Ernstthal.

Lars Kluge (41) ist seit 2012 Oberbürgermeister von Hohenstein-Ernstthal. Im Sommerinterview von Freie Presse stand er Markus Pfeifer Rede und Antwort über aktuelle Themen in der Karl-May-Stadt.

Freie Presse: Die vergangenen Wochen wurde von den Diskussionen über die Sachsenring-Zukunft bestimmt. Gibt es endlich Klarheit?

Lars Kluge: Es beschäftigt uns nach wie vor und es laufen Gespräche. Ich bin zuversichtlich. Beim Grand Prix haben wieder alle gesehen, dass das Gesamtpaket hier stimmt. Die Dorna (die spanische Firma, welche die Rechte an der Motorrad-Weltmeisterschaft hat, d. Red.) hat gesagt, dass sie gern hierher kommt. Aber es ist natürlich ärgerlich, dass all das jedes Jahr wieder aufs Neue in Frage gestellt wird.

Bis wann muss es denn eine Entscheidung geben?

Da will ich mich nicht festlegen, aber eine Entscheidung muss in den nächsten Wochen fallen. Für mich gibt es keine Alternativen zum Sachsenring.

Wie lief der Grand Prix in diesem Jahr finanziell?

Die Auswertung läuft noch. Gerade mit Blick auf die Einnahmen beim Catering ist das aufwendig. Das Ergebnis wird auf jeden Fall deutlich besser sein als im vergangenen Jahr.

Ist es in der Stadtverwaltung in den Sommerferien ruhiger?

Wenn wir das Bürgerbüro mit dazu nehmen, haben wir sechs Tage in der Woche geöffnet. Eine Sommerpause gibt es also nicht und wir haben immer viel zu tun. Stadtplanerisch stehen derzeit drei Themen auf der Tagesordnung: Wohnen, Gewerbegebiete und die Innenstadt. Das neue Wohngebiet am Röhrensteig im Hüttengrund wird geplant, genauso die Erweiterung des Gewerbegebietes Wüstenbrand. In der Innenstadt hat Edeka nun den Bauantrag gestellt, auch da kommen wir voran.

Welche Bauvorhaben laufen derzeit?

Wir sanieren zum Beispiel für 386.000 Euro das Stadthaus am Altmarkt. Die Hälfte sind Fördermittel. Wir wollen so das Stadtbild gerade im Zentrum weiter attraktiver machen. Der Kunstrasenplatz am Schützenhaus wird für 280.000 Euro erneuert. Außerdem saniert der VfL 05 die Sanitäranlagen. Neue Besuchertraversen und ein Zaun werden in der Sportstätte ebenfalls gebaut. Die Kita "Sonnenkäfer" in Wüstenbrand bekommt im Moment einen Windfang als Anbau und Unterstellmöglichkeit. Außerdem haben wir einen Förderbescheid für den Abriss der Brache Nutriafarm und Quarkmühle in Wüstenbrand bekommen, welcher nun vorbereitet wird.

Gibt es etwas Neues vom geplanten und viel diskutierten Anbau am Karl-May-Haus ?

Die Anträge liegen bei der Prüfung im Finanzministerium. Insgesamt geht es ja um eine Förderquote von 90 Prozent. Wir wollen einfach etwas für unseren Imagefaktor Karl May tun. Ich führe außerdem derzeit Gespräche über verschiedene andere Gebäude an der Karl-May-Straße. Der Bereich soll insgesamt eine Aufwertung erfahren. Das ist besonders für Ernstthal wichtig.

Wie sieht es in Sachen Breitbandausbau derzeit aus ?

Das geht richtig vorwärts. Ich hoffe, dass im Herbst fast alle Leute über schnelles Internet verfügen können. Die Anbieter haben sich richtig ins Zeug gelegt, weil sie gemerkt haben, dass wir sehr aktiv sind und der Druck steigt. Wir als Stadt müssen uns am Ende wahrscheinlich nur noch um 50 bis 100 unterversorgte Punkte selbst kümmern. Es gab mal Schätzungen, dass drei Millionen Euro investiert werden müssen. Jetzt bleiben wir voraussichtlich unter einer Million.

Das klingt alles nach viel Arbeit. Wird in der Stadt auch gefeiert?

Ja, natürlich. Im August ist immer viel los. In Wüstenbrand steigt am ersten Wochenende das 50. Heidelbergfest, da haben der Ortschaftsrat und die Organisatoren um Dietmar Röder echt etwas Tolles auf deine Beine gestellt. Eine Woche später folgt dann unser Bergfest, bei dem es auch wieder ein tolles Programm gibt. Die Eröffnung am Familientag mache ich diesmal mit Biene Maja.

Haben Sie da auch mal Urlaub in den Sommerferien?

Im Sommer fahre ich immer nur eine Woche. Diesmal waren wir vor dem Grand Prix an der Nordsee, weil es letztes Jahr nach dem Grand Prix trotz Urlaub so viel zu klären gab. Diesmal war es leider vorher so. Im Sommer will ich hier einfach bei so vielen Veranstaltungen wie möglich dabei sein. Und schließlich gibt es ja auch die Herbstferien.

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