Das ist der neue Stadtrat von Lichtenstein

Die Geschicke der Stadt werden bis 2024 von 22 gewählten Räten aus vier Parteien und einer Wählervereinigung bestimmt. Der Frauenanteil im höchsten Gremium der Stadt bleibt gering.

Lichtenstein.

Die Abstände zwischen den beiden großen Fraktionen im Stadtrat von Lichtenstein (Freie Wähler, CDU) sind nach der Kommunalwahl vom 26. Mai dieses Jahres kleiner geworden. Die Freien Wähler haben nur noch sieben Sitze statt neun wie in der Legislatur zuvor (2014 bis 2019).

Deshalb appellierte Bürgermeister Thomas Nordheim (55, Freie Wähler) auf der konstituierenden Sitzung am Montagabend an alle 22 Stadträte sinngemäß, fraktionsübergreifend und sachlich zu arbeiten. Das Interesse an der Kommunalpolitik in der Stadt ist gewachsen. Das zeigte sich auch an der gestiegenen Wahlbeteiligung. Vor fünf Jahren gaben 50,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, im Mai dieses Jahres waren es immerhin 61,6 Prozent. Bei heiklen Fragen kann es durchaus spannend werden. Wenn die CDU-Fraktion (sechs Sitze) mit der neu in den Rat eingezogenen FDP (2 Sitze) kooperiert, liegt sie mit den Freien Wählern, die mit ihren Stadträten und dem Bürgermeister bei Abstimmungen auf acht Stimmen käme, gleichauf. Dann wird es interessant, wie Linke (drei Sitze) und SPD (vier Sitze) zu bestimmten Fragen stehen.


Der Stadtrat wird in den kommenden fünf Jahren etwas weiblicher sein, aber eben nur etwas. 2014 waren sechs Frauen in den Lichtensteiner Stadtrat eingezogen, diesmal sind es sieben. Insgesamt bleibt der Frauenanteil damit eher bescheiden. Aber es gibt Lichtblicke auf diesem Gebiet: Neben Ute Hoch (Die Linke), die schon seit 20 Jahren im Stadtrat sitzt, gibt es nun eine zweite Frau, die eine Fraktion anführt. Annett Richter, die Ortsvorsteherin von Heinrichsort, ist neue CDU-Fraktionschefin. Die Freien Wähler haben mit Anett Schilling, Dagmar Hanf, die seit 2009 Stadträtin ist, und Katrin Nordheim gleich drei Frauen in ihrer Fraktion.


Der Bürgermeister

Thomas Nordheim (Freie Wähler) ist der Bürgermeister der Stadt Lichtenstein. Bevor er im Jahre 2015 dieses Amt antrat und Stadtoberhaupt wurde, saß er für die Wählervereinigung im Stadtrat. 2009 wurde er zum ersten Mal in dieses Gremium gewählt, 2014 zum zweiten Mal. Ein Jahr später kandidierte er neben der damaligen Beigeordneten Dagmar Hamann (CDU), die heute Vorsitzende des Stadtverbandes ihrer Partei ist, für das Amt des Bürgermeisters. Die Lichtensteiner wählten ihn mit 3739 Stimmen (66,3 Prozent) der Stimmen zu ihrem neuen Stadtoberhaupt. Nordheim übernahm das Amt von dem langjährigen Bürgermeister Wolfgang Sedner und ist damit erst der zweite Bürgermeister seit der Wiedervereinigung. Sedner war bei seiner letzten Wahl mit 50,6 Prozent der Stimmen gewählt worden. Thomas Nordheim ist studierter Diplommathematiker. Seit Beginn der neuen Stadtrats-Legislatur sitzt auch seine Ehefrau Katrin mit im Gremium.


Freie Wähler

 


CDU


SPD


Die Linke


FDP

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