Debatte um Großprojekt

Der Ortschaftsrat Heinrichsort steht hinter der angedachten Kultur- und Sportstätte. Doch Bürgermeister Nordheim sieht andere Prioritäten.

Heinrichsort.

Der Ortschaftsrat von Heinrichsort hat sich auf der jüngsten Sitzung geschlossen hinter das Projekt "Kultur- und Sportstätte" gestellt. Damit bekundeten die Räte ihren Willen, Lichtenstein mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Die soll in den Haushalt 2021/2022 einfließen.

Während der Sitzung hatte es jedoch mit dem anwesenden Lichtensteiner Bürgermeister eine Diskussion gegeben. Thomas Nordheim (Freie Wähler) vertrat die Ansicht, dass es für Heinrichsort zunächst wichtiger sei, das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr zu erweitern oder gar einen neuen Standort dafür zu suchen. Gestiegene Anforderungen würden das nötig machen. Eine Machbarkeitsstudie sollte zunächst also dafür erfolgen.

Alexander Illing (CDU), zweiter Stellvertreter der Ortsvorsteherin und Diplomverwaltungswirt, sieht das anders: "Das eine kann man nicht gegen das andere abwägen." Denn bei der Feuerwehr handele es sich um eine kommunale Pflichtaufgabe. "Da muss sich die Stadt Lichtenstein kümmern, ob sie will oder nicht", sagt Illing. Die Kultur- und Sportstätte hingegen falle unter die freiwilligen Aufgaben. "Hier vergleicht man also Äpfel mit Birnen."

Ob die Machbarkeitsstudie in den Lichtensteiner Haushalt fällt, muss der Stadtrat entscheiden. Grundsätzlich befürworte Nordheim das Projekt. "Die Zusammenführung kommunaler Gebäude ist sicher eine richtige Überlegung", sagt er auf Nachfrage. Zudem verschlinge eine Machbarkeitsstudie keine Unsummen, und der Umsetzungszeitraum des Projektes betrage bis zu zehn Jahre. Aber für 2021 sei die Feuerwehr wichtiger. "Nur weil es sich um eine Pflichtaufgabe handelt, heißt das nicht, dass automatisch Mittel dafür da sind."

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