Die Jahrhundertbaustelle in Lichtenstein: Wann geht's los?

Der Stadt Lichtenstein steht der 7,5 Millionen Euro teure Bau der Staatsstraße 255 ins Haus. Zwischem dem ersten und letzten Bauabschnitt liegen dreieinhalb Jahre.

Lichtenstein.

Im März 2017 rücken die Bagger an. Dann fällt der Startschuss zur teuersten städtischen Straßenbaumaßnahme aller Zeiten in Lichtensteins Innenstadt. Rund 7,5 Millionen Euro werden auf der S 255 in mehr als dreieinhalb Jahren verbaut. Nur vier Tage vor seinem Ausscheiden hatte Ex-Stadtchef Wolfgang Sedner seine Unterschrift unter die sogenannte Ortsdurchfahrtenvereinbarung zwischen Stadt und Straßenbauamt gesetzt. Er sagte damals: "Es ist ohne Übertreibung von der Bedeutung her eine Jahrhundertbaustelle."

Jetzt muss sich Sedners Nachfolger Thomas Nordheim (Freie Wähler) kümmern. "Die Stadtverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, über die Baumaßnahme umfassend und frühzeitig zu informieren, um den betroffenen Anwohnern, Händlern und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich auf die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen langfristig einzustellen zu können", sagt der Bürgermeister. Ursprünglich sollte der Bau bereits 2016 beginnen. Jetzt hat das Amt für Straßenbau und Verkehr die gesamte Maßnahme noch einmal neu strukturiert, die Bauabschnitte neu gebildet.

In der geänderten Ablaufplanung sind nun auch die genauen Termine für die Freigabe der Umleitungsstrecken berücksichtigt.

Im Zuge des Baus entsteht an der Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Glauchauer Straße/Innere Zwickauer Straße/ Hartensteiner Straße ein Kreisverkehr. Der soll die Abgasbelastung durch die Verweilzeiten der Fahrzeuge an der stark befahrenen Ampelkreuzung deutlich minimieren. Außerdem wird die Hartensteiner Straße bis hin zum Abzweig Niclaser Straße grundhaft erneuert. Parallel zum Straßenbau erfolgt die Sanierung des Rödlitzbaches. Der braucht dringend eine Generalüberholung. Außerdem steht der Austausch der Abwasserkanäle sowie der Strom-, Gas- und Wasserleitungen an. Selbst für Frank Petzold, Leiter der Plauener Niederlassung des Straßenbauamtes, ist das Vorhaben nicht alltäglich. Er bringt es auf den Punkt: "Man kann sagen, hier bleibt auf 900 Meter Länge kein Stein auf demanderen."

Nicht nur den Verkehrsteilnehmern verlangt die Maßnahme viel Geduld ab. Händler und Gewerbetreibende brauchen Wettkampfhärte und Durchhaltevermögen. Denn zwischen dem Beginn des ersten letzten Bauabschnittes werden rund dreieinhalb Jahre liegen. In der Zeit ist Lichtenstein immer mindestens von einer Richtung abgeschnitten. Nach dem Startschuss im März 2017 arbeiten sich die Bauleute in Richtung Rödlitz vor. Im Juni 2017 legen die Tiefbauer mit den Arbeiten für den künftigen Kreisverkehr los. Im März 2018 geht es auf der "Hartensteiner" weiter, im September steht der Brückenbau Höhe Hausnummer 5a an. Ab 2019 folgen zwei weitere Bauabschnitte, die in der Nähe des Parkhauses beginnen und bis zum Durchlass an der Hartensteiner Straßereichen. Dort starten die Bauleute im März 2020 wieder. Im Juni folgt das Teilstück ab Edeka-Markt. Erst August 2020 steht der letzte Bauabschnitt im Plan. Das ist der Knotenpunkt Niclaser Straße abSägewerk.

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