Die schlafende Kuh im Wald hat endlich ihren Frieden gefunden

Von einem 87 Jahre alten Traktor, einem Millionen Jahre alten Stein und einer musikalischen Truppe, die seit mehr als 50 Jahren ihre Zuhörer erfreut.

Karl-Heinz Kieß (69) ist leidenschaftlicher Traktorfahrer. Nicht die Hightech-Maschinen, die von GPS übers Feld gesteuert werden, haben es dem Lugauer angetan. Der ehemalige Geschäftsführer des Schilderwerkes in Beutha steht auf die richtig alten Motorackergäule. Seine große Liebe ist der Lanz Bulldog. So ein Gefährt, Baujahr 1932, hat 1996 in Aachen gekauft. "Das war eine richtige Rostlaube", sagt der Bulldog-Fan. Zwei Jahre hat er daran geschraubt, um wieder ein historisches Schmuckstück daraus zu machen. Mit dem Schlepper fährt er jetzt manchmal Gesellschaften durch die Gegend. Sein spezieller Anhänger kann 14 Personen transportieren. Vor Wochenfrist blubberte der Einzylinder-Zweitakt-Saugdiesel vor der Gersdorfer Grundschule gemütlich vor sich hin. Das Gefährt war für einen Abc-Schützen geordert worden. Ganz einfach ist das Betreiben des Traktors nicht. Früher musste man das Lenkrad samt Steuersäule auf die Kurbelwelle aufstecken. Danach wurde der Motor mit kräftigen Pendelbewegungen gegen den Kompressionswiderstand zum Laufen gebracht. Eigentlich. "Aber ich habe mir den Luxus eines Anlassers gegönnt. Den habe ich nachgerüstet. Das ist sozusagen altersgerecht", sagt Kieß. Anheizen muss er den Traktor trotzdem. Das heißt: Mit der Lötlampe die Glühnase erhitzen, die den Kraftstoff zum Entzünden bringt. "Das dauert gerade eine Zigarettenlänge, deshalb kann ich mit dem Rauchen nicht aufhören", witzelt Karl-Heinz Kieß, der sich für das Chauffieren des Oldtimers natürlich auch das passende Outfit, inklusive Rauschebart, zugelegt hat. (hpk)

Carmen (63) und Thomas Schauer (65) machen sich einmal wöchentlich auf die Socken, um die Abfallbehälter an der Steinernen Kuh in der Rümpf zu leeren und nach dem Rechten zu schauen. Sie hatten vor einem Jahr die Initiative ergriffen und richteten den völlig verkommenen Rastplatz an dem wunderschönen Monolith, der tatsächlich einer schlafenden Kuh ähnelt, gemeinsam mit einigen Helfern wieder her. Damals waren die beiden Ruhebänke kaputt und von umgestürzten Bäumen begraben. Überall lag Müll herum. "Ich konnte einfach nicht mehr mit ansehen, wie man den Platz meiner Kindheitserinnerungen verkommen lässt", sagte Carmen Schauer. Außerdem ist der Wanderweg zur Steinernen Kuh sogar als Wanderempfehlung in verschiedenen Tourismus-Broschüren sowie im Internet enthalten. Mit Hilfe von Sponsoren wurden die Bänke repariert, eine Infotafel angebracht, das Gelände beräumt und die Wanderwegebeschilderung erneuert. Im Juni vor einem Jahr war alles fertig. Einen Rückschlag gab es noch, als die neuen Latten von einer der Bänke gestohlen wurden. Seitdem ist nichts mehr passiert. "Ich muss wirklich mal ein Lob an die Wanderlustigen aussprechen, die hier Rast machen. Sie nutzen die Papierkörbe und verlassen den Rastplatz ohne viel Müll zurückzulassen. Damit war unsere Arbeit auch nicht umsonst", sagt Carmen Schauern heute zufrieden. (hpk)


Tobias Hahn freut sich nach der Sommerpause wieder auf seine Musikanten vom Musikverein Lichtenstein. Für die taktvolle Truppe ist das Luftholen vorbei. Jetzt wird wieder gearbeitet. Unter Leitung von Tobias Hahn stehen die Musiker schon lange wieder auf der sprichwörtlichen Showbühne. Nachdem sie beim Verkehrssicherheitstag die Besucher im Fahrerlager 1 bei hochsommerlichen Temperaturen mit Blasmusik erfreuten, geht es am aktuellen Wochenende straff weiter im Auftrittsprogramm. Heute packen die Lichtensteiner beim Dorffest im benachbarten Hohndorf die Instrumente aus. Dort sind sie seit Jahren eine feste Größe. Morgen spielt der Musikverein beim Schützenfest in Niederalbertsdorf. Auch die Vorbereitungen für das traditionelle Herbst- und Kinderfest des Musikvereins sind in der Endphase. Am 7. September geht es am Vereinsdomizil am der Oberen Hauptstraße in Rödlitz rund. Da feiern die Musiker vor allem ihren Förderverein, den es inzwischen seit 15 Jahren gibt. Dann werden die Musiker gemeinsam mit dem Kindergarten "Regenbogen" vor allem musikalisch unterhaltsame Stunden verbringen. Dazu sind natürlich auch die Bürger eingeladen. Am 22. September gehen die Lichtensteiner wieder auf Reisen. Dann sind sie nach Zwönitz eingeladen. Dort steht das große Erntedankfest auf dem Programm. (hpk)

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