Die Schöne und das Biest nehmen Abschied

Hohensteinerin ist seit 25 Jahren im Dienst für die Schönheit. Eine Prinzessin auf Stippvisite in Waldenburg. Altbürgermeister hat endlich Zeit fürs Hobby.

Steffen Schubert (62) freut sich, dass er nun Zeit für seine Hobbys hat. Vor einem Jahr hat sich der ehemalige Bürgermeister von Oberlungwitz nach 25 Amtsjahren in den Ruhestand verabschiedet. Nun hat er für seine Garteneisenbahn beim "Spielzeug-Bohne" diverse Schalter gekauft. Angefangen hat alles mit einem Starter-Set, erzählt er, was nun ständig erweitert wird. "Das ist nur eine kleine Eisenbahn", erzählt der 62-Jährige, mit einer Lok und diversen Anhängern. Am Wochenende holt der Oberlungwitzer Zug und Schienen hervor. Oft kommen dann die Enkel zum Spielen vorbei. Die wohnen nämlich gleich auf dem Nachbargrundstück und sind nun des öfteren bei ihrem Opa. "Für sich selber baut man so eine Bahn ja nicht auf", sagt Steffen Schubert, "aber am Ende hat man trotzdem den meisten Spaß dran", lacht er. (sane)

Claudia Homilius (45) hat in der vergangenen Woche ein schönes Jubiläum gefeiert. Genau 25 Jahre ist es her, dass sie in Hohenstein-Ernstthal ein Kosmetikstudio eröffnete. Zuerst befand sich das Studio in der Südstraße, später zog sie in die Dresdner Straße. Am Jubiläumstag erinnerte sie sich an die Zeit, als sie mit 20 das Geschäft aufmachte. "Mit 20 macht man sich wenig Gedanken, ob etwas schieflaufen könnte. Da ist man sicher etwas risikofreudiger", erzählt sie. Und wie hat sich ihre Kundschaft verändert`? Die sei sehr qualitätsbewusst geworden. Für ein gutes Angebot und gute Qualität gebe man auch gutes Geld aus. Die Arbeit lässt Claudia Homilius aber auch noch Zeit für ein Hobby. Das ist ihre zweijährige Golden Retriever-Dame Koko. (erki)

Michaela Stein (18) aus Glauchau und Maik Schönfeld (33) aus Hohenstein-Ernstthal sind in diesem Sommer "Die Schöne und das Biest" beim Freilichttheater Waldenburg. Mit einer Abendvorstellung, die heute, 20 Uhr, beginnt, und der Abschlussvorstellung mit einigen Überraschungen, morgen, 15 Uhr, auf der Bühne im Grünfelder Park, endet die Saison der Hobbyschauspieler, in die diesem Jahr ihr 13. Stück inszeniert haben. Raubein Schönfeld durfte sich da nicht nur prügeln, sondern musste auch seine liebliche "Belle" umgarnen. "Die derberen Rollen passen eher zu mir", hatte Schönfeld geäußert, die neue Herausforderung aber dann genauso gemeistert, wie das Tragen von Maske und Perücke. Vor allem nach der Sommerpause waren die Veranstaltungen des Freilichttheaters, das mit "Die Schöne und das Biest" Erwachsene und Kinder gleichermaßen anspricht, sehr gut besucht, so dass der Theaterverein nun auch auf ein erfolgreiches Abschlusswochenende hofft.

Grazia Vailati Prinzessin von Schönburg-Waldenburg (70), Ur-Ur-Enkeltochter von Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg, besuchte die Sammlung ihres Vorfahren. Die Prinzessin war mit ihrem Ehemann Gianfranco Vailati zur Geburtstagsfeier von Georg Graf von Schönburg-Glauchau am vergangenen Wochenende nach Sachsen gekommen. Diese Gelegenheit nutzte sie, um dem Naturalienkabinett einen Überraschungsbesuch abzustatten. Fürst Otto Victor I. hat 1840 die Sammlung der Apothekerfamilie Linck gekauft, die heute noch im Naturalienkabinett zu sehen ist. Zuletzt war die Nachfahrin des Fürsten in den 1990er-Jahren zu Besuch. Museumsleiterin Christina Ludwig hatte bisher noch keinen Kontakt mit ihr. "Die Prinzessin spricht sehr gut Deutsch. Wir haben uns angeregt über die Florenzer Museumslandschaft unterhalten", sagte die Museumschefin. Bei einem Rundgang durch das Depot gab es eine Begegnung mit der 2013 restaurierten Büste des Museumsgründers. (jla)

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