Doc MacDooley verzaubert nur eine kleine Kinderschar

Viel Vorbereitungsarbeit hatte die Miniwelt in ihr Märchenland investiert. Doch dann spielte Petrus einfach nicht mit.

Lichtenstein.

Was ist bloß mit Petrus los? Hat der kein Herz für Kinder? Aber mal ehrlich: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unzweckmäßige Kleidung. Das sagten sich all jene, die am Sonntag ungeachtet des Temperatursturzes die Märchenwelt in der Miniwelt besuchten.

Das waren weniger als erwartet. "Das Fest hätte einfach mehr Besucher verdient", bedauerte Marketingchefin Claudia Schmidt. Zwei Hände voll Kinder tummelten sich vor der Bühne, als Doc MacDooley, alias Alexander Hahne, kurz nach 13 Uhr seine erste von zwei Vorstellungen gab. Der ausgebildete Musical-Darsteller nahm seine kleinen Gäste mit auf eine Reise ins Land der Feen, Elfen und Kobolde. Dabei durften die Kleinen auch mal an der Windmaschine drehen oder als Pilot auf den Stuhl, stilecht mit Steuerknüppel, Kappe und Brille wie die Helden der Lüfte in ihren fliegenden Kisten vor 100 Jahren. Mit pädagogischem Geschick entlockte Doc MacDooley den Kindern Antworten. So lernten sie ganz spielerisch, wo Irland liegt, wie verschiedene Tiere heißen oder die Namen der Körperteile. Die Kinder störte dabei der Nieselregen gar nicht. Familie Porstein aus Mittweida war mit den beiden Kindern und Mischlingshund Rosi in der Miniwelt angerückt. "Wir waren als Kinder auch immer draußen, da spielte das Wetter keine Rolle", so der Familienvater. "Sie sollen die Natur erleben", ergänzte er. Das Gute am Wetter: Auf den Hüpfburgen auf der Wiese konnten sich die Knirpse austoben, ohne dabei mit anderen auf Kollisionskurs zu geraten.

Weniger Zuhörer als sonst hatte auch der Astrologe Ingo, der im wahren Leben Ingo Küttner heißt, als Informatiker arbeitet und tatsächlich ein Faible für die Sterne pflegt. Gehüllt in seinen dunkelroten Samtumhang erklärte er im Minikosmos den Kindern die Sterne. Während der hochmoderne Sternenprojektor ZKP4 den Nachthimmel an die Kuppel zauberte, erklärte Ingo die Sternenwelt. "Diesmal konzentriere ich mich auf das Mystische, was hinter den Sternen steht, die Geschichten um die Sternbilder und die Gottheiten", sagt er. Seit sechs Jahren arbeitet er nebenberuflich für die Miniwelt. "Quasi immer dann, wenn ich gebraucht werde. Anruf genügt, dann schlüpfe ich in die Verkleidung."

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