Dynamisches Duo für den Stausee

Ein neues Team auf dem Rettungsturm, ein umtriebiger Künstler als Koch, ein Duo im Jugendclub und eine Krimiautorin auf Schulbesuch.

Mikolaj Kaczynski bekommt schon bald einen neuen Kollegen an seine Seite. Kaczynski wurde nach dem Weggang des alten Schwimmmeisters im April vom Team der Tourismus und Sport GmbH als Rettungsschwimmer für die Absicherung des Badebetriebs am Stausee Oberwald rekrutiert. Seit Anfang Mai ist er im Dienst und in wenigen Tagen hat er mit dem gebürtigen Hohenstein-Ernstthaler Kai Haberkorn einen weiteren festangestellten Schwimmmeister an seiner Seite. Seinem neuen Arbeitgeber zufolge freut sich Haberkorn auf die Arbeit. Auch den Betreiber freut die erfolgreiche Personalsuche: "So ist der Saisonbetrieb am Stausee Oberwald erstmals durch zwei festangestellte Rettungsschwimmer gesichert - die schönen Tage können kommen." An den ersten warmen Tagen stand Kaczynski bereits auf dem Rettungsturm des Stausees und sorgte dafür, dass die Badegäste im Strandbereich unter fachmännischer Aufsicht einen kleinen Urlaub genießen konnten. (kru)


Siegfried Otto-Hüttengrund (67), Hermsdorfer Künstler mit Atelier in Hohenstein-Ernstthal, kann sich über Langeweile derzeit nicht beklagen. Er ist zusammen mit anderen Kunstschaffen beim Holzbildhauer-Pleinair in Göpfersdorf dabei. Am Donnerstag hatte er eine besondere Aufgabe. "Ich bin für das Mittagessen verantwortlich und muss für 14 Leute kochen", sagt er. kurz bevor er in die Küche verschwand. Zuvor war er kurz im Schindlerhaus am Badberg in Hohenstein-Ernstthal, das für den Tag des offenen Ateliers vorbereitet werden musste. Denn am morgigen Sonntag beteiligt sich Siegfried Otto-Hüttengrund an der Aktion "KunstOffen in Sachsen", bei der Künstler ihre Räume für Besucher öffnen, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Hüttengrund macht schon seit Jahren mit und wird wieder besondere Druckverfahren vorstellen. Außerdem zeigt er Malereien, Grafiken und Skulpturen. Einige Bilder hat er extra neu aufgehängt. "Man muss immer mal was Neues zeigen, denn viele Besucher sind Stammgäste", blickte er auf den morgigen Tag voraus. Geöffnet ist ab 10 bis gegen 18 Uhr. (mpf)


Julia Gruner (23) und Markus Schulze (40) haben im Kinder- und Jugendtreff "Bunte Post" an der Sonnenstraße in Hohenstein-Ernstthal die Regie. Die Einrichtung feierte am Donnerstag ihr 20-jähriges Bestehen und stellte sich bei einem Tag der offenen Tür vor. "An normalen Tagen haben wir oft 30 bis 40 Kinder hier", sagt Leiter Markus Schulze. Vorrangig sind es Erst- bis Achtklässler, die wochentags jeweils von 15 bis 19 Uhr beim offenen Treff gemeinsam spielen, quatschen, gesund kochen oder kreativ werden. Dienstags und donnerstags gibt es von 14 bis 15 Uhr Hausaufgabenhilfe, die sehr gefragt ist. Hin und wieder fließen auch christliche Werte und Themen mit ein, zum Beispiel, wenn es um Feiertage geht. Träger des Jugendclubs ist der Christliche Verein junger Menschen (CVJM) in Hohenstein-Ernstthal. Der internationale CVJM-Verband, der in England gegründet wurde, hat eine deutlich längere Geschichte, denn er entstand bereits vor 175 Jahren. Das Logo ist seit Kurzem auch am Gebäude an der Sonnenstraße zu sehen, was Clubchef Markus Schulze zu verdanken ist. Er hatte ursprünglich Elektriker gelernt, absolvierte später noch eine Erzieherausbildung.

 


Claudia Puhlfürst (56), Autorin aus Zwickau, war am Mittwoch in Hohenstein-Ernstthal im Lessinggymnasium zu Gast und gestaltete eine Lesung für die Elftklässler aus dem Leistungskurs Deutsch. Dabei ging es auch darum, welche Stilmittel in einem Krimi oder Gruselbüchern verwendet werden. Am Ende eins Kapitels gibt es beispielsweise den "Cliffhanger" (Klippenhänger), womit eine Szene gemeint ist, die einerseits sehr spannend ist und offen lässt, wie es weitergeht. So soll der Leser animiert werden, unbedingt weiter zu lesen. Bei ihrer Lesung hatte Claudia Puhlfürst rund 60 Zuhörer. Früher arbeitete sie auch als Redakteurin von Schulbüchern und Schulberaterin. Schriftstellerin ist sie seit 2002 und schreibt seit 2014 zudem unter dem Pseudonym Eva Fürst. Die Veranstaltung war mit Unterstützung der Hans-Zesewitz-Bibliothek in Hohenstein-Ernstthal zustande gekommen, die im Lessinggymnasium eine Außenstelle hat. (mpf)

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