Ein Eichenstamm wird Spielgerät

Von einem Mann mit viel kindlicher Spielfreude, einem Zwölftklässler mit Liebe zur Mathematik und einem Politiker, der als Baumpflanzer unterwegs ist.

Nicolas Nagel (17) aus Oberlungwitz ist ein Mathe-Ass. Er holte bei der sachsenweiten Mathematik-Olympiade in Leipzig den zweiten Platz und nimmt als nächstes am sächsischen Landesseminar teil, wo es um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb geht. "Mathematik mag ich schon seit der Grundschule", erzählt der Oberlungwitzer, der sich zusätzlich zum Unterricht auch immer selbst weiterbildet. Mitschüler und Lehrer verblüfft er hin und wieder, wenn es um das Finden von Lösungswegen geht. Da wundert es nicht, dass er in Zukunft gern auch Mathematik studieren will. "Ich mag da vor allem die Theorie", sagt der Zwölftklässer, der natürlich im Mathe-Leistungskurs lernt. Da klappt zwar alles gut, aber ganz wird es zu den 15 Punkten als möglichen Bestwert vermutlich nicht reichen. Denn mit der Stochastik, also der Wahrscheinlichkeitsrechnung, gibt es einen Teilbereich, der dem jungen Mathe-Ass nicht so gut liegt wie alles andere aus der Welt der Zahlen, Gleichungen und Funktionen. (mpf)

Mike Reuter (43) gilt im Team der technischen Mitarbeiter des Stausees Oberwald als der kreative Kopf. Der Mann hat sich auch eine Riesenportion kindlicher Spielfreude erhalten. Als passionierter Sammler von Blechspielzeug organisierte er im vergangenen Jahr zum ersten Mal eine Ausstellung mit Blechspielzeug am Stausee Oberwald. Mit der Besucherresonanz war er damals so zufrieden, dass er für dieses Jahr schon eine Neuauflage der Veranstaltung angekündigt hat. Am Strand sorgt er aber auf ganz andere Weise für strahlende Kinderaugen. Hier arbeitet er sich mit der Kettensäge, Bohrer, Stecheisen, Holzbeitel und Hammer durch abgeschälte Eichenstämme. Aus denen entsteht auf dem Wasserspielplatz eine Wasserrinne mit Überläufen, kleinen Sperren und Röhren. Das hölzerne Aquädukt wird von den Kindern hervorragend angenommen. Dort können sie nach Herzenslust matschen und kreativ sein. (hpk)

Marco Wanderwitz (41) ist derzeit wieder als Baumpflanzer unterwegs. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Hohenstein-Ernstthal pflanzt schon seit mehreren Jahren jeweils im Herbst und im Frühjahr Bäume, vor allem auf Flächen von Kindergärten, Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen. Dabei wird meist der aktuelle "Baum des Jahres" gepflanzt. Das klappt diesmal aber nicht so richtig. "Aktuell wäre das die Fichte, die wollen aber viele nicht", sagt Marco Wanderwitz, der deshalb auch Linden pflanzt. Die Linde war im Vorjahr "Baum des Jahres". Unter anderem konnte sich am Dienstag auch die Kita "Kinderparadies" in Bernsdorf freuen. Dort war Wanderwitz bereits zum dritten Mal zu Gast. Da einige Großbäume gefällt werden mussten, ist hier reichlich Bedarf für neues Grün. Auch bei der Lebenshilfe am Sachsenring, in der Callenberger Kita und im Advent-Kindergarten in Limbach-Oberfrohna war der Politiker als Baumpflanzer tätig. Unterstützt wird er von der Baumschule Hohenstein-Ernstthal. Im Erzgebirgskreis findet die Pflanzaktion am 11. April statt. In Mittelsachen war Wanderwitz, der schon eine dreistellige Zahl von Bäumen gepflanzt hat, am Montag unterwegs. (mpf)

Gunar Scholz (52), Leiter des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Hauswirtschaft "Dr. Friedrich Dittes" in Glauchau, öffnet die Türen der Bildungseinrichtungen am Schulplatz und am Schillerpark heute für Besucher. Das BSZ rührt bei einem Tag der offenen Tür zwischen 9 und 13 Uhr die Werbetrommel in eigener Sache. Dabei soll unter anderem über die gestreckten Berufsvorbereitungsjahre in den Bereichen Technik und Hauswirtschaft informiert werden. Dazu gibt es Berufliche Förderschule und Berufsvorbereitungsjahr. "Die jungen Leute, die zum Tag der offenen Tür kommen, können verschiedene praktische Dinge bei der Holz- und Metallverarbeitung ausprobieren", kündigt Scholz an. Rund 20 Mädchen und Jungen haben eine kleine Ausstellung vorbereitet - sie zeigen Poster mit Fotos und Eindrücken von Praxis-Einsätzen in Unternehmen. 520 Schüler werden an den BSZ-Standorten in Glauchau auf den Start ins Berufsleben vorbereitet. (hof)

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