Einbrecher per GPS in Lichtensteingeortet

Mutmaßlicher Täter flüchtet zunächst - Auto rollt gegen Hauswand

Lichtenstein/Oelsnitz.

Einbrecher haben in einer Logistikfirma im erzgebirgischen Oelsnitz Pakete geöffnet und zum Teil gestohlen. Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen in Lichtenstein stellen. Er befindet sich wieder auf freiem Fuß, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Täter gelangten offenbar in der Nacht zu Sonntag über ein Oberlicht des Daches in das Gebäude der Logistikfirma in Oelsnitz. Sie öffneten rund 90 Versandpakete und stahlen daraus mindestens einen Laptop. Außerdem nahmen die Täter einige ungeöffnete Pakete mit. Das Diebesgut transportierten sie mit einem Firmenwagen ab.

Ein Mitarbeiter stellte den Einbruch am Sonntag gegen 6.45 Uhr fest und informierte die Polizei. Außerdem teilte er mit, dass der Ford über einen GPS-Tracker zu lokalisieren sei und übermittelte die Routendaten sowie den Standort des Autos. Polizeibeamte fanden den Wagen auf der Hugo-Colditz-Straße in Lichtenstein. Als der Fahrer die Beamten erblickte, sprang er aus dem fahrenden Auto lief davon. Der fahrerlose Ford stieß gegen eine Hauswand.

Gegen 8.20 Uhr nahmen Beamte den Flüchtigen im Lichtensteiner Stadtgebiet vorläufig fest. Er stand unter Drogen. Die Auswertung der Routendaten ließ darauf schließen, dass der 34-jährige Deutsche das Diebesgut in einem Haus in Hohndorf deponiert hatte. Einsatzkräfte trafen dort zwei Deutsche im Alter von 31 und 33Jahren an, und fanden auch ein Paket, das offensichtlich vom Einbruch stammte.

Die Staatsanwaltschaft ordnete am Sonntagabend die Durchsuchung der Wohnung an. Dabei stellten die Polizisten einen Fahrzeugschlüssel, der möglicherweise auch aus dem Einbruch stammte, außerdem vier Cannabispflanzen und einen verbotenen Schlagring, ein verbotenes Butterflymesser sowie teils scharfe Gewehrmunition sicher. Gegen die beiden Bewohner wurden diverse Anzeigen erstattet.

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