Endlich: An A-72-Anschlussstelle werden Ampelanlagen installiert

Der Knotenpunkt am Rande von Hartenstein ist schon lange eine Gefahrenstelle. Seit Anfang 2017 passierten dort 22 Unfälle mit 16 Verletzten und mehr als 200.000 Euro Schaden. Jetzt soll es dort sicherer werden.

Hartenstein.

Am 24. September sollen die Arbeiten zur Installation von Ampelanlagen an der Anschlussstelle Hartenstein der Autobahn 72 beginnen. Das teilte jetzt auf Anfrage das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Laut Pressesprecherin Isabel Siebert wird mit einer Bauzeit von sechs Wochen an den beiden sogenannten Rampen gerechnet. Nähere Informationen gebe es rechtzeitig vor Baubeginn.

Die "Freie Presse" hatte im Februar vorigen Jahres auf die Unfallgefahren an diesem viel befahrenen Knotenpunkt aufmerksam gemacht und musste damals konstatieren, dass trotz alarmierender Zahlen nichts passiert, um die Situation zu entschärfen. Damals informierte die Polizeidirektion Zwickau, dass es an dieser Stelle von 2014 bis 2016 insgesamt 21 Unfälle gegeben hatte. Seither sind weitere 22 Unfälle passiert, wie Polizeisprecher Oliver Wurdak auf Anfrage sagt.

So knallte es voriges Jahr 13-mal; drei Menschen wurden schwer und neun weitere leicht verletzt. Der Schaden betrug etwa 148.000 Euro. Dieses Jahr sind bislang neun Unfälle geschehen, bei denen eine Person schwer und drei leicht verletzt wurden. Sachschaden: 56.000 Euro. Wurdak resümiert: "Tote gab es glücklicherweise in den beiden Betrachtungszeiträumen nicht."

Nun wird das Versprechen des Landesamtes vom Februar 2017, dass an der Gefahrenstelle Ampeln errichtet werden, eingelöst. Vertreter der Polizei, des Landesamtes, der Stadtverwaltung Hartenstein und weiterer Behörden haben vorher über die Umsetzung sinnvoller Ampelreglungen an der Anschlussstelle diskutiert und verschiedene Varianten theoretisch simuliert.

Der Hartensteiner Bürgermeister Andreas Steiner (parteilos) ist froh, dass die Lichtsignalanlage endlich kommt. "Das ist eine gute Nachricht. Die Unfallzahlen zeigen, wie gefährlich es an der Anschlussstelle zugeht. Unsere Feuerwehrleute mussten schon oft dorthin ausrücken, um Hilfe zu leisten." Steiner sagt, dass es nicht nur an der unmittelbaren Anschlussstelle gefährlich zugeht. "Weil Autos, die von der A 72 abfahren, an der stark befahrenen Hohen Straße die Vorfahrt beachten müssen, kommt es öfter auch zum Rückstau bis auf die Autobahn und damit dort ebenfalls zu brenzligen Situationen", sagt er.

Froh, dass der Unfallschwerpunkt jetzt entschärft wird, ist auch Maik Rudolph, stellvertretender Betriebsleiter des Unternehmens Sächsische Haustechnik Edki. Die Betriebsausfahrt der Firma befindet sich direkt gegenüber der Autobahnabfahrt aus Richtung Zwickau. "Von unserem Gelände auf die Staatsstraße zu kommen, ist oft schwer, zumal wenn es sich um Lkw handelt.

Der Knotenpunkt wird deutlich sicherer, wenn eine Ampel dort den Verkehr regelt", sagt er.

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