Endspurt an der Lungwitzer Straße

In wenigen Tagen endet die größte Straßenbaumaßnahme des Jahres in St. Egidien. Autofahrer können aufatmen.

St. Egidien.

Ein Baucontainer schwebt am Kranhaken auf die Ladefläche eines Lasters. Die Firma Berg- und Tiefbau Oelsnitz beginnt damit, die Baustelle an der Lungwitzer Straße in St. Egidien zu beräumen. Denn am 28. November, 9 Uhr wird die Ortsdurchfahrt für den Verkehr wieder freigegeben. Autofahrer, die deswegen seit Mitte des Jahres lange Umleitungen in Kauf nehmen mussten, können aufatmen.

Rund 600.000 Euro hat der Freistaat in die Stabilisierung der Straße im Bereich der Grundstücke 111 bis 115 investiert. Auftraggeber ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen. "Straße, Stützmauer, Geländer, Böschung - alles ist neu", sagt Polier Detlef Uhlmann. Die Straße ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Lungwitzbach hin weggesackt. Das Straßenbauamt musste reagieren. Mit dem Bau einer Stützwand in dem 140 Meter langen Straßenteilstück sollte eine dauerhafte Lösung geschaffen werden. Die Stützmauer halten 8,50 Meter lange Betonpfähle. Dafür setzte ein Bohrtrupp 112 Bohrlöcher mit je 120 Millimeter Durchmesser. Eine Bohrung wurde senkrecht in den Boden gebracht, eine andere als Stütze schräg zum Bach hin. Das bringt eine enorme Stützwirkung selbst bei hoher Straßenbelastung. Rund 170 Kubikmeter Beton verbauten die Oelsnitzer Tiefbauer in der Stützmauer. Diese erhielt außerdem ein feuerverzinktes Geländer. "Damit sind wir aber noch nicht ganz fertig. Das gehört zu den Restarbeiten, die wir in der kommenden Woche noch bis zur Freigabe erledigen müssen", sagt Uhlmann. Die Baustelle war alles andere als unkompliziert. Viele Behörden reden neben dem Straßenbauamt beim Projekt mit. Das reicht von der Unteren Wasserbehörde bis zum Energieversorger. Vor dem Baubeginn rückten sogar die Kampfmittelsondierung am, um den Unterbau der Straße auf Gefahren durch Blindgänger aus dem Weltkrieg zu prüfen.

Am Bach selbst erfolgter eine naturnahe Sanierung. Auf der Böschung zum Lungwitzbach halten jetzt Jutenetze das angefüllte Erdreich. Sie sollen bis zum Ausprägen der Vegetation die Bodenerosion verhindern. Auf der anderen Straßenseite wurde der Straßengraben neu gezogen, teils um einige Zentimeter versetzt. Polier Detlef Uhlmann ist nicht nur mit der Arbeit seiner Mannschaft zufrieden: "Wir hatten auch Glück mit dem Wetter, haben deshalb alles gut geschafft."

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