Ex-Disco-Domizil "Uni" noch kein Verkaufs-Hit

Möglicherweise bleibt der einstige Lichtensteiner Tanztempel ein Ladenhüter. Auch wenn sich ein Interessent die Immobilie schon mal angeschaut hat.

Lichtenstein.

Zumindest war es ein Hoffnungsschimmer: Mitte Dezember herrschte Begängnis in dem seit 2009 geschlossenen "Unionhof" in Lichtenstein. Gemeinsam mit einem Vertreter der Immobiliensparte der Landesbausparkasse LBS hatte sich ein potenzieller Kauf-Interessent das Gebäude des einstigen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Tanztempels angeschaut. Das sagte gestern Ralf Schulze, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft (SWG). Die 100-prozentige Tochter der Stadt ist Eigentümerin und möchte das Haus es verkaufen.

Deshalb war das um 1900 errichtete Gebäude mit seinen exakt 5385 Quadratmetern in einen Immobilienkatalog der LBS aufgenommen worden. Das Interesse des Dezember-Gastes richtete sich laut Schulze wohl auf eine Eignung des "Unionhofs" als Senioren-Wohn- anlage. Etwas Konkretes habe sich jedoch bei dem Besichtigungstermin nicht ergeben. "Bislang ist eine Rückmeldung ausgeblieben", sagt der SWG-Chef. Für die Gesellschaft wäre ein Verkauf so etwas wie ein Weihnachtsgeschenk gewesen. Weil die Chance, das "Uni" tatsächlich an den Mann zu bringen, ohnehin nicht als sonderlich groß eingeschätzt wird. Bis vor acht Jahren war dort eine Disco untergebracht. Bei den eher miesen wirtschaftlichen Aussichten für ein solches Geschäft an diesem Ort, so prognostizieren Experten, wird sich ein neuer Betreiber kaum finden. Dazu besteht erheblicher Sanierungsbedarf für das Gebäude mit Saalanbau. Von rund einer Dreiviertelmillion Euro ist die Rede.

Die SWG wird sich also weiter in Geduld üben müssen. "Es sieht jetzt nicht so aus, dass der ,Unionhof' kurzfristig verkauft wird", sagt auch Ralf Schulze. Am Katalog-Preis von 350.000 Euro werde man trotzdem weiter festhalten. (mit erki)

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