Für Fairen Handel beginnt jetzt die Arbeit

Glauchau.

Auf dem Weg zur "Fairtrade-Town" ist Glauchau die ersten Schritte gegangen. Nachdem der Stadtrat Ende Mai sich mit denkbar knapper Mehrheit dafür ausgesprochen hat, dass sich Glauchau um den Titel "Fairtrade Town" bewerben soll, hat nun die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen, wie die Glauchauer Wirtschaftsförderin Astrid Modrack sagt.

Das Gremium soll dafür sorgen, dass die notwendigen Kriterien zur Erlangung des Titels erfüllt werden. Dazu gehören neben dem Stadtratsbeschluss und der Steuerungsgruppe eine bestimmte Anzahl an Händlern und Gastronomen, die Fairtrade-Produkte im Sortiment haben. Glauchau müsste fünf Einzelhändler und drei Gastronomen aufbieten. Auch öffentliche Einrichtungen wie Kirchen, Schulen und Vereine sollen sich mit dem Thema Fairtrade befassen. Bei Veranstaltungen im Rathaus soll es fair gehandelte Produkte geben. Fairtrade heißt, mit Produkten wie Kaffee, Kakao, Zucker, Südfrüchten oder Baumwolltextilien zu handeln, die das entsprechende Siegel tragen. Damit soll Produzenten in Entwicklungsländern die Chance gegeben werden, ihre Bedingungen zu verbessern. Den Titel "Fairtrade Town" vergibt am Ende der deutschlandweit agierende Verein Transfair. Um die 500 Kommunen in ganz Deutschland tragen bereits diesen Titel.

Die Initiative in Glauchau ging von den Linken aus. Sie stellten im Stadtrat den Beschlussantrag, dem das Gremium mit neun zu acht Stimmen folgte. (sto)

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