Gemeinden alarmieren Feuerwehr per Sirene

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In den Städten der Region wird eher auf laute Signale verzichtet

Landkreis.

Die teilweise Abschaltung einer Sirene im Lichtensteiner Ortsteil Heinrichsort hat vergangene Woche für Verärgerung im Dorf gesorgt. Anstatt wie zuvor bei allen Feuerwehreinsätzen, wird die Sirene jetzt nur noch im Unwetter- oder Katastrophenfall ertönen. Denn eine Alarmierung der Feuerwehrleute per digitalem Meldeempfänger und per Telefonapp reiche aus. Zu dieser Entscheidung war der Lichtensteiner Gemeindefeuerwehrausschuss gekommen, dem auch der Heinrichsorter Ortswehrleuter angehört.

Heinrichsort ist indes nicht die einzige Kommune der Region, die bislang weiter auf die Alarmierung der Feuerwehrleute per Sirene setzt. Auch in Gersdorf etwa ist dies nach wie vor der Fall. "So eine zusätzliche Sicherheit kann nicht schaden", sagt Gemeindewehrleiter André Legies. Die Alarmierung der Feuerwehr per Sirene erfolge jedoch nur bei größeren Einsätzen, etwa Wohnungsbränden oder falls Personen bei Unfällen eingeklemmt werden. "Wegen einer Ölspur auf der Straße läuten wir nicht", sagt Legies. Derzeit gibt es in Gersdorf nur eine Sirene. "Wir sind dabei zu überlegen, ob wir noch mehr anschaffen wollen." Das, so Legies liege aber hauptsächlich daran, dass Gersdorf im Überflutungsgebiet liegt. Der durch den Ort fließende Hegebach ist ein schnell ansteigendes Gewässer. Ein Alarmierung der Bevölkerung sollte daher aus Sicherheitsgründen flächendeckend geschehen. Eine weitere Gemeinde, deren Sirenen beim Ausrücken der Kameraden weiter läuten, ist Callenberg. Dort gibt es in fast jedem der sieben Ortsteile eine. Auch in Lugau werden die Kameraden nicht nur digital, sondern auch per Sirene alarmiert.

Anders in Hohenstein-Ernstthal. Weder in der Stadt noch im Ortsteil Wüstenbrand gibt es eine Sirene. Oberlungwitz bevorzugt seit einigen Jahren die "stille Alarmierung", erklärt der ehemalige Feuerwehrchef Nicky Reichel. Im Katastrophenfall allerdings sorge eine moderne Sirene per Sprachdurchsage für die Alarmierung. Insgesamt, so Kreisbrandmeister Alexander Löchel existieren in 30 Städten und Kommunen im Landkreis Zwickau 219 Sirenen. Drei Kommunen hätten gar keine Sirenen.

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