Gersdorfer ist Chef von 2000 Kameraden

Der Kreisfeuerwehrverband Chemnitzer Land musste vier Jahre ohne Leiter auskommen. Das hat sich jetzt geändert.

Gersdorf.

Langeweile hatte Mario Legies aus Gersdorf durch seine verschiedenen Aufgaben rund um das Thema Feuerwehr in der Vergangenheit nur selten. Nun ist noch ein weiteres wichtiges Amt dazu gekommen: Der 36-Jährige wurde zum Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Chemnitzer Land gewählt, der die Wehren des Altkreises vertritt. Im heutigen Landkreis Zwickau gibt es noch zwei weitere Verbände, den des Zwickauer Landes und den Stadtfeuerwehrverband.

"Wir sehen uns als Sprachrohr und Vertretung der Feuerwehrleute", sagt Legies, der im Kreisfeuerwehrverband eine rund vierjährige Zeit ohne gewählten Vorsitzenden beendet. Denn zuletzt wurde der Verband von René Michehl, Stadtwehrleiter in Glauchau, kommissarisch geführt. Er ist nun erster Stellvertreter von Mario Legies, der bei der Wahl keinen Gegenkandidaten hatte. Auch die anderen Posten wurde einstimmig vergeben. Als zweiter Stellvertreter fungiert Robert Zschäbitz. Kassenwart ist Marcel Gellrich. Zur Verbandsspitze gehört außerdem Philipp Rauschenbach, der für den Bereich der Jugendfeuerwehren verantwortlich ist. Manfred Dietz, Heinz Hartmann und Helmut Gnauck kümmern sich um die Alters- und Ehrenabteilungen, die bei den Feuerwehren traditionell eine große Bedeutung spielen. Unter anderem gibt es hier jährliche Treffen und die Auszeichnungsveranstaltung für langjährig aktive Feuerwehrmitglieder.


Insgesamt sind in den Feuerwehren des Kreisfeuerwehrverbandes Chemnitzer Land laut Legies mehr als 2000 Mitglieder engagiert. Reichlich 1000 aktive Kameraden, zwischen 400 und 500 Mitglieder in denJugendfeuerwehren sowie über 500 in den Alters- und Ehrenabteilungen gehören dazu. Mario Legies kam über den Bereich Feuerwehrhistorik in der Verband und hat hier in den vergangenen Jahren viel aufgebaut. "Das ist mittlerweile ein Selbstläufer. Da halte ich die Fäden zusammen, und es machen viele Leute mit", sagt er.

Als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ist es sein Ziel, Referate wie Vorbeugenden Brandschutz, Ausbildung, Feuerwehrmusik und Soziales auf den Weg bringen, damit dort ebenso eine gute Zusammenarbeit von engagierten Feuerwehrleuten entsteht. Auch das Thema der Feuerwehrwettkämpfe, die in der Region rar geworden sind, und die Öffentlichkeitsarbeit sollen Aufmerksamkeit bekommen. Eine neue Verdienstmedaille für besondere Leistungen im Feuerwehrwesen wird es im Verband ebenfalls geben. Die Unterstützung der Wehrleiter, die mit immer mehr Bürokratie zu kämpfen haben, hat sich der Verband ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Auch sollen gebündelte Informationen bereitgestellt werden, wenn Wehren Ausrüstung oder Kleidung anschaffen wollen.

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