Glauchau zeigt bei hartem Test Schwächen

Rundgang mit der Behindertenbeauftragten offenbart Nachholbedarf

Glauchau.

Die Stadt Glauchau ist auf einem guten Weg, wenn es um die Belange von Menschen mit Behinderungen geht. "Da ist in den letzten Jahren viel passiert", bilanzierte am Montagnachmittag Angela Werner. Es sei aber auch noch viel zu tun. Sie ist die Behindertenbeauftragte des Landkreises und lud gemeinsam mit dem Christlichen Körperbehindertenverband Sachsen und dem Diakoniewerk zu einem Rundgang durch die Stadt ein. Unter Führung von Anke Graupner von der Rollstuhlgruppe Glauchau ging es zu neuralgischen Punkten. Fazit: Die Tour ist sowohl für Rollstuhlfahrer als auch für Blinde und Sehbehinderte nur bedingt geeignet.

Auf der Schlossstraße und teilweise auf dem Zwinger ist der Fußweg sehr holprig, sodass es für Rollstuhlfahrer sehr anstrengend wird. Nahezu unmöglich ist es, entlang der Kleinen Hoffnung ohne fremde Hilfe vorwärts zu kommen. Das haben am Montag auch der Fachbereichsleiter für Planen und Bauen im Rathaus, Gunnar Heerdegen und der Sachbearbeiter im Tiefbauamt, Jörg Schneider am eigenen Leib erfahren. Denn sie folgten der Einladung der Behindertenbeauftragten, begaben sich in einen Rollstuhl beziehungsweise setzten eine Brille auf, die erhebliche Sehbehinderung simuliert. "Ich habe viele neue Erfahrungen sammeln können", bilanzierte Heerdegen anschließend.

Getestet wurde unter anderem auch, wie die Querungshilfen für Blinde an der Quergasse und am sanierten Stück der Hoffnung und August-Bebel-Straße funktionieren. Die sanierten Straßen samt Gehwege in Glauchau sind für Menschen mit Handicap ordentlich ausgebaut, sagte Christina Ludwig vom Landesverband der Körperbehinderten.

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