Glauchaus beste Marmelade schmeckt nach Hollunder

Den ersten Marmeladen-Wettbewerb hat ein Mädchen aus Geithain gewonnen. Ihr Opa ist mächtig stolz.

Glauchau.

Acht Jahre ist Lilly Marie Römer. Und ihr Opa hat das Gelee mit nach Glauchau genommen. Dass es am Ende die leckerste aller Marmeladen war, wusste vorher natürlich niemand. Stellvertretend für seine Enkelin hat Matthias Harzendorf aus Geithain den Preis - ein Keramik-Marmeladen-Topf und ein Glauchauer Geschenkgutschein - aus den Händen von Andreas Weber, Vorsitzender des Glauchauer Gewerbevereins GIG, entgegengenommen. Das Holunderblütengelee mit Orangensaft ist Sieger des ers- ten "Marmäähladen-Contests" von Glauchau. Das hat sowohl die Jury als auch die Besucher des Frischemarktes "Köstliches Glauchau" am Samstag überzeugt. "Die Kleine hat das Gelee ganz allein gemacht", sagte der stolze Opa. Aufstriche sind dem Kind offenbar in die Wiege gelegt, denn ihre Mutter betreibt eine Imkerei im Kohrener Land.

Die Jury, bestehend aus Andreas Weber, der Chefin der Glauchauer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wiberag, Astrid Modrack, und "Freie-Presse"-Redakteur Stefan Stolp, hatte die Qual der Wahl aus elf verschiedenen Marmeladen und Gelees, die nummeriert in neutralen Gefäßen auf dem Tisch zum Kosten standen. Die Palette reichte vom Rhabarbergelee über Hagebutten und Brombeeraufstrich bis hin zum Rosengelee. Es waren auch Exoten darunter wie ein Marillen-Mohn-Aufstrich. Bewertet wurden die ausschließlich von Hobbyköchen hergestellten Köstlichkeiten nach bestimmten Kriterien. Dazu gehörten neben dem Geschmack das Aus- sehen, der Geruch, die Konsistenz und Originalität des Rezeptes. Und da die Geschmäcker verschieden sind, wurde höchst unterschiedlich bewertet. So blieb es bis zum Schluss spannend, was denn die leckerste Glauchauer Marmelade sein würde. In die Bewertung floss auch das Votum der Marktbesucher ein, die ebenfalls Kostproben nehmen durften.

Ute Dietrich von der Agentur Udi-Events, die den Frischemarkt und den Wettbewerb organisiert hatte, zeigte sich zufrieden. "Erstaunlich, was an Rezeptideen zustande gekommen ist", sagte sie.


Fortsetzung am 6. Oktober

Der Name "Marmäähladen-Contest" hat nach den Worten von Ute Dietrich mit dem Maskottchen zu tun. Das ist ein Schaf und trägt den Namen "Määh". Bei Aktionen der Agentur tauchen dieses Maskottchen und auch der Name in verschiedener Form immer wieder auf. Und um dem Streit aus dem Weg zu gehen, was der Unterschied zwischen Marmelade und Fruchtaufstrich ist, und wann welcher Begriff richtig zu verwenden ist, hat man sich kurzerhand für "Marmäähladen-Contest" entschieden.

In Meerane soll es ebenfalls eine Premiere des "Marmäähladen-Contests" geben. Geplant ist, dass am 6. Oktober im Rahmen des Meeraner Herbstmarktes ein Wettbewerb um die leckerste Marmelade stattfindet. (sto)

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