Greta übernimmt Macht in Oberlungwitz

Die Narren der Region haben es am Samstag so richtig krachen lassen. Dabei war auch Improvisation gefragt.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Mitglieder des Karnevalsvereins Ro-We-He in Hohenstein-Ernstthal haben zu ihrem 45. Vereinsbestehen Durchhaltevermögen gebraucht. Am Freitag feierten sie zunächst mit 26 Gastvereinen, die im Schützenhaus für einen vollen Saal sorgten. Auch 40 ehemalige Mitglieder waren der Einladung laut Constanze Rau aus dem Vorstand gefolgt. Schon einen Tag danach war die Mitorganisatorin stärker gefordert als geplant. Denn die Gruppe Die Prinzenberger, die am Samstagabend das Schützenhaus zum Beben bringen sollte, stand auf der A 72 im Stau und traf viel zu spät ein. "Wir haben mit unserem Programm später begonnen und ein bisschen improvisiert", erzählte Rau zu vorgerückter Stunde. Kurz vor 22 Uhr war die Band dann startklar, sodass auch die Narren selbst losfeiern konnten.

So voll wie am Freitag war es da im Saal allerdings nicht, die Gästezahl (knapp 300) lag niedriger als erhofft. Im Verein ist der Zulauf trotzdem gut. Derzeit hat der Ro-We-He 96 Mitglieder, darunter viele Kinder in den Tanzgruppen und junge Leute, die sich aktiv einbringen.

In Oberlungwitz gab es ebenfalls ein Jubiläum. Der dortige Karnevalsverein startete in seine 25.Saison. "Feiern wollen wir das im Frühjahr beim Strumpffest dann so richtig", sagte Vereinschefin Anne-Cathrin Löffler, die bei der Schlüsselübergabe am Rathaus als Klimaaktivistin Greta Thunberg per Schlauchboot anreiste. Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) präsentierte sich zeitgemäß und fuhr im Elektroauto vor, ehe wenig später auf dem nahen Festplatz ein kleines Programm gezeigt wurde. Die Abendveranstaltung füllte dann einmal mehr den Saal im Vereinshaus "Zur Post", wo die Narren zweieinhalb Stunden für Stimmung sorgten. "Wir sind gut aufgestellt. Neue Mitglieder übernehmen jetzt auch verstärkt Sprechrollen, da kommt frischer Wind rein", freute sich Löffler.

Auch in Gersdorf wurde bunt gefeiert. Ortschef Erik Seidel fuhr am Samstag zwar in die Partnergemeinde Altlußheim, aber erst nach der obligatorischen Schlüsselübergabe, der ein Umtrunk der Narren vom Gersdorfer Faschingsklub im Rathaus folgte. Auf die Frage, welche Aufgabe er am liebsten an die Karnevalisten abgeben würde, wusste Seidel sofort Antwort: den Winterdienst. Der Lichtensteiner Carnevalsclub ließ es am Samstag anlässlich des 30. Geburtstages im "Goldnen Hirsch" in Bernsdorf krachen, während es nur anderthalb Kilometer Luftlinie entfernt in der Hermsdorfer Turnhalle bei der Party anlässlich der 66. Saison des Faschingsklubs Hermsdorfia rund ging.

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