Gute Laune trotz Regens

In mehreren Orten wurden am Wochenende Weihnachtsbäume verbrannt. Die Organisatoren mussten improvisieren.

Gersdorf/Oberlungwitz/Wüstenbrand.

Die Feuerwehren, die am Samstag bei kleinen Festen zum Weihnachtsbaumverbrennen einluden, trotzten dem schlechten Wetter erfolgreich. Bei den Gersdorfern war das vor allem der Flexibilität am Vormittag zu verdanken. Da der Volkspark, in dem das Feuer stattfinden sollte, sehr schlammig war, wurde die Verlegung ans Gerätehaus beschlossen. "Es war ein ganz schöner Kraftakt, aber ansonsten hätten die Besucher nasse Füße bekommen", sagte Torsten Knöbel, Leiter der Jugendfeuerwehr. Ein Dutzend Helfer fuhr nicht nur mehrere hundert der eingesammelten Weihnachtsbäume auf den Parkplatz oberhalb des Gerätehauses, sondern auch die Verkaufsbuden. Die wurden so aufgestellt, dass die Besucher in der Fahrzeughalle im Trockenen stehen konnten. Hier wurden auch gleich noch ein paar der Bäumchen als Schmuck aufgestellt. Draußen loderten nicht nur die Bäume, sondern auch ein wärmendes Feuer in der riesigen Feuerschale. "Wir sind zufrieden. Bei den Bedingungen war es auf jeden Fall eine positive Veranstaltung", lautete Knöbels Fazit.

Der Oberlungwitzer Festplatz war zwar schlammig, doch mit dem richtigen Schuhwerk und dank ausgelegter Reißigzweige wurde trotzdem fröhlich gefeiert. "Bäume haben wir im Ort diesmal weniger eingesammelt. Warum nicht so viele an den Straßen standen, wissen wir nicht", sagte Robert Winkler vom Feuerwehrverein. Er hatte aber noch eine gute Idee und organisierte bei einem Händler in Chemnitz kurzerhand 160 Bäume, die nicht verkauft worden waren. So standen insgesamt rund 400 Bäume zum Verbrennen zur Verfügung. Viele brachten ihren Baum auch selbst mit, was mit einem Glühwein belohnt wurde. Das Anbrennen der Bäume war laut Wehrleiter Nicky Reichel wegen der Nässe nicht einfach. Bevor die Flammen loderten, gab es als Einstimmung einen Fackelumzug mit der Schalmeienkapelle.

In Wüstenbrand fiel die Bilanz trotz des Wetters ebenfalls positiv aus. Alexander Lötzsch aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr schätzte die Besucherzahl auf 300. Bis gegen 21.30 Uhr loderte das Feuer, für das es in Wüstenbrand reichlich Material gab. Denn laut Wehrleiter Jens Börnig wurden im Ort circa 600 ausrangierte Bäume eingesammelt. Zu Besuch beim Winterfeuer waren auch Vertreter des Chemnitzer Elternvereins krebskranker Kinder, der in diesem Jahr den Erlös der Veranstaltung bekommen soll. Welcher Betrag gespendet wird, stand am Sonntag noch nicht fest. "Wir müssen erst noch alles abrechnen", sagte Jens Börnig.

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