Hexenfeuer: Gebühren sollen steigen

Fraktion Die Linke/Pro Hot will den Begriff der Brauchtumsfeuer genauer definieren

Hohenstein-Ernstthal.

Die Fraktion Die Linke/Pro Hot im Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal will die Gebühren für die am 30. April stattfindenden Hexenfeuer erhöhen. Das hat Fraktionschef Alexander Weiß am Montag mitgeteilt. Er hat bei OB Lars Kluge (CDU) einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Bereits Mitte Februar hatte die Fraktion Die Linke/Pro Hot darüber informiert, dass sie über eine Erhöhung der Gebühren nachdenkt. "Das ist erst einmal nur eine Überlegung", sagte Alexander Weiß damals. Nun also ist es beschlossene Sache, dass sich seine Fraktion für eine Anhebung stark macht. Konkret sieht der Antrag vor, die Gebühren von 30 auf 50 Euro zu erhöhen. Weiß: "Damit soll dem Wunsch einer Verringerung der Feuer nachgekommen werden."

Außerdem will die Fraktion die Stadt beauftragen, die Polizeiverordnung zu überarbeiten. Konkret soll der Begriff Brauchtumsfeuer definiert werden. In den Paragrafen soll eingearbeitet werden, welche Materialien zu den Brauchtumsfeuern verbrannt werden dürfen. Auch das soll zu einer Reduzierung der Feuer führen, weil Bürger, die unzulässiges Material verbrennen, dann kein Interesse mehr am Abbrennen eines Brauchtumsfeuers haben könnten. Ursprünglich hatte Die Linke/Pro Hot mit der Fraktion Grüne/SPD an einem gemeinsamen Antrag gearbeitet. Doch Grüne/SPD brachen letztlich die Zusammenarbeit ab.

Ursprünglich hatte die CDU-Fraktion die Hexenfeuer-Debatte ins Rollen gebracht. Die CDU will in diesem Jahr nur noch 70 Feuer zulassen. 2019 gab es 140 Feuer. Zur Stadtratssitzung am heutigen Dienstag ab 19 Uhr im Ratssaal soll über die Anträge abgestimmt werden. (erki)


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