Hochzeitskapelle in Callenberg soll barrierefreier werden

Damit "Lieblingsplätze" für behinderte Menschen erreichbar und erlebbar werden, gibt es Zuschüsse über ein Förderprogramm. Insgesamt stehen im Landkreis 296.700 Euro bereit.

Remse/Callenberg.

Der Bürgersaal im Remser Ortsteil Weidensdorf bekommt eine Rampe. Damit erreichen künftig auch Menschen, die Probleme beim Treppensteigen haben oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, den Treffpunkt in der Ortsmitte. "Der Raum wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Dazu gehört auch die Seniorenweihnachtsfeier. Damit macht die Investition wirklich Sinn", sagt Gemeinderat Kai Schumann (Initiative für bessere Infrastruktur), der in Weidensdorf wohnt. Das Vorhaben wird durch einen Zuschuss von 24.500 aus dem Programm für barrierefreies Bauen mit dem Titel "Lieblingsplätze für alle" in Angriff genommen.

Zuschüsse gibt s auch für 14 weitere Projekte. Das hat der Sozial- und Gesundheitsausschusses des Kreistages entschieden. Die Mitglieder verteilten 296.700 Euro. Der Vorschlag zur Verteilung der Mittel wurde bei einer Enthaltung (Sven Itzek/AfD) angenommen. Durch die Fördermittel werden verschiedene "Lieblingsplätze" für Menschen mit einer Behinderung erreichbar beziehungsweise erlebbar. 21.000 Euro stehen für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Hochzeitskapelle im Callenberger Ortsteil Reichenbach zur Verfügung. Die vorhandenen Audioguides in den Priesterhäusern in Zwickau werden mit Audiodeskription ergänzt. Dadurch sollen auch blinde und sehbehinderte Menschen möglichst viele Informationen beim Museumsbesuch erhalten. "Durch umfangreiche Bild- beziehungsweise Objektbeschreibungen, Einspielungen von untermalender Musik, akustischen Effekten oder Klangcollagen soll der Museumsbesuch für alle erlebbar werden", sagt Stadtsprecherin Heike Reinke. Das Projekt wird mit einem Zuschuss von 3300 Euro unterstützt. Das Vereins- und Schützenhaus in Niederalbertsdorf kann für 24.100 Euro mit einem Innentreppenlift ausgestattet werden. "Davon profitieren auch die älteren Mitglieder, die weiter am Vereinsleben teilnehmen können", sagt Matthias Baraniak, Vorsitzender des Schützenvereins in Niederalbertsdorf.

Dagegen geht die Stadtverwaltung Glauchau leer aus. Sie wollte 25.000 Euro für eine Rampe am Bismarckturm und 15.000 Euro für Querungshilfen an Straßen. Die Anträge schafften es aber nicht auf die Förderliste. "Am Bismarckturm lässt sich die Barrierfreiheit nicht herstellen. Dies gilt insbesondere für die Beschaffenheit des geplanten Weges. Die Straßenquerungen wurden nicht berücksichtigt, da die Förderung öffentlicher Infrastruktur ausgeschlossen ist", sagt Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk.


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