"Ich kann mich nicht verweigern"

Das Stadtoberhaupt von Glauchau zu seinem neuen Ehrenamt als Präsident des Lionsclubs

Glauchau.

Peter Dresler ist gefragt worden, und er hat zugesagt. Für ein Jahr führt er nun den Glauchauer Lionsclub an. Darüber hat Stefan Stolp mit dem Oberbürgermeister (60) gesprochen.

Freie Presse: Herr Dresler, vor Kurzem sind Sie zum Präsidenten des Lionsclubs in Glauchau gekürt worden. Haben Sie zu viel Zeit?

Peter Dresler: Der Zeitaufwand ist im Wesentlichen nicht größer geworden. Seit Mitte der 1990er-Jahre bin ich Mitglied im Lionsclub und besuche die Sitzungen regelmäßig. Nun leite ich sie. Insofern gibt es keinen zeitlichen Mehraufwand.

Dennoch gibt es nun mehr zu tun.

Dem Präsidenten obliegt vor allem die Koordinierungsarbeit. Die operative Tätigkeit erledigen die engagierten Mitglieder und der Vorstand. Übrigens sind viele meiner Vorgänger auch berufstätig und arbeiten in ihrem Job mehr als 40 Stunden in der Woche. Da kann ich mich doch nicht verweigern. Nahezu jedes Mitglied ist auch schon mal Präsident gewesen.

Der Präsident des Lionsclubs wechselt normalerweise jeden Sommer. Was werden denn die Schwerpunkte während Ihrer Amtszeit sein

Da ist vor allem das Benefizkonzert im November mit den Mitgliedern des Studios WM. Wir diskutieren gerade drüber, wofür wir den Erlös einsetzen wollen. Eine weitere wichtige Sache ist der Weihnachtsmarkt. Beim Glühweinverkauf nehmen die Lions für gute Zwecke einen nicht unerheblichen Betrag ein. Demnächst wollen wir auch das Museum im Schloss Hinterglauchau besuchen und uns die Ausstellung "Bewahrt für Glauchau" ansehen. Da geht es um Kulturgut der Schönburger, das vertragsgemäß in Glauchau bleibt. Wir erwägen, die Restaurierung eines der Kunstwerke zu finanzieren.

Was ist aus der Stiftung Bismarckturm geworden?

Vor einem Jahr ist angeregt worden, eine Stiftung zu gründen. Wir sind jedoch zu dem Schluss gekommen, davon Abstand zu nehmen. Eine Stiftung mit ihrem Kapital unterstützt immer etwas Langfristiges. Die geplante Sanierung des Bismarckturms ist unseres Erachtens für eine Stiftung ungeeignet. Darum wird sich die Stadt kümmern.

Sie sind nicht nur Lions-Präsident, sie sind auch das Glauchauer Stadtoberhaupt. Welche Wirkung hat der Lionsclub auf Glauchau?

Die Mitglieder nehmen mit ihren Aktivitäten auch Geld ein, das sozialen Zwecken in der Stadt und der Region zugutekommt. Und sie sind darüber hinaus vielfältig in der Stadt engagiert. Der Lionsclub zeigt als Verein ein unverwechselbares Gesicht.

Mitglied im Lionsclub kann nur werden, wer vorgeschlagen oder gefragt wird. Erinnern Sie sich noch, wie es bei Ihnen war?

Das ist lange her. Ich glaube, ich bin damals vor mehr als 20 Jahren gefragt worden.

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