Jubiläumsheimspiel im Stadion Zwickau

Die Drittliga-Partie gegen Sonnenhof Großaspach heute Abend ist eine ganz besondere: Zum 50. Mal seit Einweihung des neuen Domizils in Eckersbach läuft die FSV-Mannschaft im "Schwanennest" auf.

Zwickau.

840 Tage liegt das Einweihungsspiel im neuen Stadion schon zurück. Der FSV Zwickau hat bisher 49-mal in seinem schicken Domizil gespielt: 45 Punktspiele, ein DFB-Pokalspiel und drei Freundschaftsspiele (gegen Dynamo Dresden 0:1, Borussia Dortmund 4:4 und VfB Stuttgart 1:4). Dabei verbuchten die Rot-Weißen 20 Siege, 14 Unentschieden und 15 Niederlagen.

Insgesamt 270.000 Zuschauer sahen die Zwickauer Auftritte in der neuen Arena - das ist ein Schnitt von 5510 Besuchern pro Partie. Dreimal war das Stadion ausverkauft: im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV (22. August 2016) sowie bei den Benefizspielen gegen Dynamo Dresden (26. März 2017) und Borussia Dortmund (14. Mai 2018).

Die bestbesuchten Punktspiele daheim verzeichnete die Chronik am 12. März 2017 gegen den Chemnitzer FC (9673), am 2. September 2018 gegen Kaiserslautern (9024), am 21. Oktober 2018 gegen Hansa Rostock (8378) und am 22. Oktober 2017 gegen Carl Zeiss Jena (8126).

65 Zwickauer Tore sind bisher im "Schwanennest" bejubelt worden - 62 Treffer durch 22 FSV-Spieler plus drei Eigentore der Gäste. Das erste Zwickauer Tor erzielte Marcel Bär am 11. September 2016 zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Rot-Weiß Erfurt (Endstand 1:2). Der erste Sieg wurde am 20. September 2016 gegen Jahn Regensburg (4:0) gefeiert. Die Tore steuerten Marcel Bär (3) und Jonas Nietfeld bei. Die meisten Zwickauer Tore im neuen Stadion hat Ronny "King" König erzielt (16), gefolgt von Toni Wachsmuth (5), Marcel Bär, Jonas Nietfeld, Fabian Eisele und Nico Antonitsch (je 4).

29 Mannschaften aus 13 Bundesländern waren bisher zu Gast. Im März 2019 wird als 14. noch Brandenburg (Energie Cottbus) hinzukommen. Dann fehlen bloß noch Berlin und das Saarland (das Relegationsspiel gegen Elversberg fand in Plauen statt). Die meisten Vereine kamen aus Nordrhein-Westfalen (6), Baden-Württemberg (4) und Bayern (3). Großaspach ist nach Halle, Fortuna Köln, Osnabrück und Rostock das fünfte Team, das zum dritten Mal ins "Schwanennest" kommt.

An allen Wochentagen wurde gespielt, am häufigsten am Sonnabend (20) und Sonntag (16), aber auch am Freitag (5), Montag (4), Mittwoch (2), Dienstag und Donnerstag (je 1). Die Bilanz sonnabends (elf Siege, fünf Unentschieden, vier Niederlagen) ist weitaus besser als sonntags (fünf Siege, fünf Unentschieden, sechs Niederlagen). Montags hat Zwickau noch nie gewonnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Das kann sich aber heute ändern.

Neben den 49 Spielen des FSV gab es vier weitere Partien im Stadion Zwickau: zwei U-20-Länderspiele (14. November 2016 gegen Polen 4:0, 14. November 2017 gegen England 2:1) und zwei im Pokal (8. Oktober 2016 ESV Lok Zwickau-Chemnitzer FC 0:8, 11. August 2017 TuS Koblenz-Dynamo Dresden 2:3).


"Cornflakes"-Referee pfeift

Im letzten Heimspiel des Jahres will der Fußball-Drittligist FSV Zwickau seinen Anhängern heute ein vorweihnachtliches Geschenk auf den Gabentisch packen. Im Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn SG Sonnenhof Großaspach sollen die drei Punkte im "Schwanennest" bleiben. "Wir wollen gewinnen, egal wie", erklärte Trainer Joe Enochs. Seine Mannschaft werde nach der Niederlage bei 1860 München eine Reaktion zeigen. Es komme darauf an, kompakter zu stehen und dem Gegner nicht so viele Torchancen zu gestatten. In der vergangenen Saison gab es gegen Großaspach einen 2:0-Heimsieg.

Schiedsrichter der Partie heute Abend (Anstoß 19 Uhr) ist Markus Wollenweber aus Mönchengladbach. Er hatte mit seinem Elfmeterpfiff für Zwickau in der Schlussminute der Partie des FSV gegen Kaiserslautern (1:1) die Wutrede von Jan Löhmannsröben ("der soll mal Cornflakes zählen gehen") und daraus folgend die "Cornflakes für den DFB"-Aktion der FCK-Fans ausgelöst. (tc)

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