Karnevalisten blasen Jubiläumsfete ab

Von einem Vereinschef, der "40 +1" feiern will, einer Tierfreundin, die auf Samtpfötchen steht und einem Alt-Bürgermeister, der durch seinen Ort joggt.

Peter Riemer (64) hatte sich das dritte September-Wochenende in seinem Kalender schon lange angekreuzt. Dann nämlich sollte in Heinrichsort der Bär steppen. Für jenem Kirmes-Wochenende plante der Heinrichsorter Carnevals-Verein (HCV) die große Jubiläumsfeier im 40. Jahr seines Bestehens. "Die Vorbereitungen waren längst angelaufen", sagt Peter Riemer, der Vereinsvorsitzende. Doch inzwischen musste die Fete abgeblasen werden. Die Erneuerungskur für Burgwald- und Sportplatzweg macht allen Feierplänen einen Strich durch die Rechnung. Baufirmen nutzen den Festplatz als Baustofflager für den Straßenbau. Der Ausweg für die 28 HCV-Mitglieder: "Wir feiern bei der Kirmes nächstes Jahr, und zwar das Jubiläum 40 + 1", so Peter Riemer. Das sei beispiellos in der Vereinsgeschichte. Aber anders gehe es nicht. Eine Hiobsbotschaft müssen die Heinrichsorter trotzdem verkraften: Vom legendären Umzug des HCV gemeinsam mit etwa 15 Faschingsvereinen aus der Region wird man sich verabschieden müssen. Zu teuer, sagt Riemer. Die Sperrung der S 255 samt Umleitungseinrichtung würde den Verein etwa 6000 Euro kosten. Ganz wolle man die Hoffnung aber nicht aufgeben. "Wir haben eine Kommission gebildet. Die wird durchs Dorf ziehen und versuchen, bei Firmen Geld locker zu machen." (trö)

Franziska Slamka (29) aus Wüstenbrand arbeitet seit 2014 im Tierheim Langenberg und hat derzeit eine besondere Aufgabe. Sie kümmert sich um drei junge Katzen, die heute genau 14 Tage alt sind. Das Muttertier wurde wahrscheinlich überfahren. Ein Langenchursdorfer hat den Nachwuchs im Tierheim abgegeben. "Bei Hunger melden sie sich lautstark", erzählt die Tierfreundin. Sie füttere die Vierbeiner alle zweieinhalb bis drei Stunden mit der Flasche. Vermittelt werden können die Jungtiere erst ab Ende Mai. (mpf)

Steffen Schubert (63), ehemaliger Bürgermeister von Oberlungwitz, joggt fast jeden Morgen eine halbe Stunde durch den Ort, rund fünf Kilometer sind es. "Beim Strumpflauf am 13. Mai will ich wieder mit dabei sein", sagt er. Dort wird er wahrscheinlich die lange Strecke von mehr als elf Kilometern absolvieren. Kürzlich bewältigte er in Hohenstein-Ernstthal beim Pfaffenberglauf 4,7 Kilometer in 26:18 Minuten und wurde Dritter in seiner Altersklasse. "Ich bin froh, dass ich noch so aktiv sein kann", sagt Schubert. (mpf)

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