Kinderhilfe behält ihre Chefin

Lichtensteiner Verein wählt erneut Ute Hoch

Lichtenstein.

Der Verein Kinderhilfe Lichtenstein hat am Dienstag erneut Ute Hoch zur Vereinsvorsitzenden gewählt. Die umtriebige Rentnerin, die auch für Die Linke im Stadtrat sitzt, bekam damit im kleinen "Jubiläumsjahr" wieder das Vertrauen der rund 80 Mitglieder. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreterin Ruth Mehnert, Esther Teske als Kassenwartin, Roland Eckl als Schriftführer, zudem Ursula Garn, Heidi Neubert sowie als Kassenprüfer Heike Haustein.

Der Verein Kinderhilfe ist vor zehn Jahren aus dem Frauenzentrum hervorgegangen und kümmert sich um Kinder von sozial schwachen Familien und Migranten. Das kleine Jubiläum feierte der Verein am Wochenende bereits mit einem Familienfest. "Wir hatten die CDU-Landtagsabgeordnete Ines Springer zu Gast, außerdem die vorjährige Rosenprinzessin Hannah I. sowie eine sehr gute Bekannte, Mihaela Cracun", sagt Ute Hoch. Die gebürtige Rumänin war einst der Anlass für die Gründung der Kinderhilfe. Ihr Schicksal hatte damals die Lichtensteiner Frauen so bewegt, dass sie bei einer Straßensammlung rund 10.000 D-Mark für kosmetische Operationen gesammelt hatten. Das damals zehnjährige Mädchen hatte in seiner rumänischen Heimat bei der Explosion einer Gasflasche die Familie verloren und schwerste Verbrennungen am Körper davongetragen. Eine Fernsehsendung zu dem Schicksal animierte die Frauen zur Aktion. Mihaela ist den Lichtensteinerinnen noch heute dafür dankbar: "Die schönsten Tage meiner Kindheit habe ich bei euch in Lichtenstein verbracht", sagte sie zum Fest. Heute lebt sie mit Mann und Kind in Aschersleben und hilft als Altenpflegerin anderen Menschen. (hpk)

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