Kita-Neubau: DRK kritisiert Stadt

Lichtenstein hat dem Betreiber der Kita "Sonnenweg" gekündigt. Den Stadträten, die einem Neubau zustimmten, sagte der Bürgermeister nichts.

Lichtenstein.

Neben einem neuen Seniorenheim hat der Technische Ausschuss der Stadt Lichtenstein einem weiteren Großprojekt den Segen erteilt. Es handelt sich um den Ersatzneubau für die Kita "Sonnenweg" am neuen Standort Böttgerstraße. Die Stadt hatte das Vorhaben im Jahr 2020 an die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) übergeben. Damit war auch die Verlegung des Standortes an die Böttgerstraße einhergegangen. "Wir warten jetzt nur noch auf die Baugenehmigung vom Landkreis", sagt Geschäftsführer Ralf Schulze. Aktuell plane man mit Maximalkosten von 3,5 Millionen Euro für den Bau. Die zuvor der Stadt zugesagten 1,8 Millionen Euro Fördermittel würden, so der Plan, nun der SWG zugutekommen, einer 100-prozentigen Tochter der Stadt.

Etwas überrumpelt über das Vorgehen der Stadt zeigt sich der DRK-Kreisverband Hohenstein-Ernstthal. Der Noch-Betreiber der Kita am alten Standort habe Ende 2020 die Kündigung von der Stadt erhalten, sagt Geschäftsführer Gerd Gräfe. "Das kam sehr plötzlich und hat uns sehr überrascht, denn wir würden die Kita gerne weiter betreiben." Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) habe dem DRK erklärt, dass neu ausgeschrieben werden müsse, wenn sich Bauherr und Standort der neuen Kita ändern.

Auf der Sitzung des Technischen Ausschusses am Montag sprach Nordheim von drei Optionen. Entweder das DRK bleibt Betreiber, man müsse neu ausschreiben oder die Stadt würde selber einspringen. Eine Kündigung erwähnte er explizit nicht. Mit einer solchen in der Hand, so Gerd Gräfe, würde es dem DRK nun aber schwer fallen, die künftige Personalplanung zu organisieren. Immerhin soll der Neubau an der Böttgerstraße 60 Kita- und, das ist komplett neu, auch 40 Krippenplätze bereitstellen. Am bisherigen Standort am Sonnenweg 11 werden aktuell 58 Kindergartenkinder betreut.

Der Betreibervertrag des DRK wurde laut Gräfe zum 31. Dezember 2021 gekündigt. Die Kita am neuen Standort soll aber erst 2023 in Betrieb gehen. "Mit Planungssicherheit hat das wenig zu tun", sagt Gräfe. "Wir bleiben aber weiter für alles offen."

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