Kleine Welt erstrahlt im Lichterglanz

Mit der "Miniwelt bei Nacht" erlebte der Landschaftspark in Lichtenstein am Samstagabend den vorläufigen Höhepunkt der Veranstaltungen rund um das 20-jährige Bestehen.

Lichtenstein.

Die Welt im Kleinformat trumpfte am Samstag groß auf - vor allem musikalisch. Denn die Leipziger Rockband Karussell wurde in den Park geholt und spielte auf einer Bühne in direkter Nachbarschaft des Capitols von Washington, der Jesus-Statue von Rio de Janeiro und der großen Pyramide von Gizeh. Die "Welttournee" der Band an nur einem Abend sorgte für die erhoffte Besucherresonanz. Mehr als 2000 Karten wurden verkauft. "Damit trägt sich so eine Veranstaltung, wir sind zufrieden. Vielleicht gibt es ja in Zukunft weitere Konzerte in der Miniwelt", sagte Parkleiterin Anke Krasselt.

Doch nicht nur die bekannten Hits der Band kamen gut an. Das Flair bei sommerlichen Temperaturen stimmte, und die Besucher flanierten vorbei an den mit Scheinwerfern und Fackeln beleuchteten Modellen bekannter Bauwerke. Nur in dem Parkteil mit den regionalen Sehenswürdigkeiten war es relativ dunkel. Denn obwohl für die Veranstaltung extra ein riesiges Stromaggregat in die Miniwelt geliefert wurde, sei dieser Parkbereich nach Angaben der Verantwortlichen schwieriger mit Energie zu versorgen. Auch die Trockenheit hat im Landschaftspark folgen. Denn beispielsweise die kleinen Gewässer am Opernhaus von Sidney oder an der Freiheitsstatue von New York waren ohne Wasser. "Unser Brunnen ist mittlerweile ausgetrocknet", sagt Miniwelt-Sprecherin Claudia Schmidt.


Genug Wasser war zum Glück noch in der kleinen Nord- und Ostsee, denn hier waren am späten Abend Modellboote in wichtiger Mission unterwegs. Von ihnen wurde das Schiffsfeuerwerk gestartet, das gegen 23.30 Uhr das bunte Programm in der Miniwelt beendete. Dabei hatte die Feuerwehr genauso ein waches Auge wie zuvor bei der Feuershow auf der großen Wiese.

Genau hinschauen mussten im Verlauf des Abends auch Gartenbahnchef Manuel Schade, Falk und Werner Blumhagen sowie Horst Olzmann. Sie ließen ihre Züge auf den rund 600 Meter langen Gleisen im Landschaftspark fahren. "Man muss versuchen, alles im Blick zu haben. Hier und da hatten wir schon etwas Ärger mit Besuchern", sagte Falk Blumhagen. Kinder wollten beispielsweise kleine Steine auf die Gleise legen, und Erwachsene ließen den Nachwuchs auch gewähren, wenn dieser die kleinen, aber sehr teuren Züge berühren wollte. "Die Eltern sind manchmal unvernünftiger als die Kinder", stellte Horst Olzmann fest. Der Zwickauer, der zu Hause auch eine aufwendige Gartenbahnanlage hat, war mit vier Zügen in die Miniwelt bekommen. Die Tüftler haben selbst an den Bahnen gebaut, denn für die Veranstaltung "Miniwelt bei Nacht" sollten sie schließlich beleuchtet werden. Für Beleuchtung sorgte auch Silvio Schwandt aus Remse. Mitten im Sommer präsentierte er seine Schwibbögen, darunter auch echte Riesen mit 1,40 Meter Länge und knapp einem Meter Höhe. "Die Veranstaltungen in der Miniwelt waren für mich immer gut. Da weckt man das Interesse der Leute", sagte der Handwerker, der schon mehrfach auf dem Gelände ausgestellt hat. Erst weit nach Mitternacht gingen in der Miniwelt nach und nach die bunten Lichter aus, doch im Jubiläumsjahr warten noch weitere Sonderveranstaltungen auf Besucher.

Als nächstes stehen Schulanfang und Maskottchentreffen am kommenden Wochenende sowie die Märchenwelten am 1. September auf dem Programm.

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