Kommt bald der Bundespräsident nach Lichtenstein?

Zwei Schüler aus Lichtenstein haben Frank-Walter Steinmeier besucht und in ihre Heimatstadt eingeladen. Was hatten sie ihm zusagen?

Lichtenstein.

"Die haben uns immer wieder gesagt, dass das keine Routine ist", sagt Richard Winkler und lacht. Der 17-Jährige hat gemeinsam mit seinem Mitschüler Dennis Karatas (17) auf eigene Initiative hin ein Treffen mit dem Bundespräsidenten arrangiert. Die Gelegenheit dafür bot sich beim alljährlichen Bürgerfest Ende August auf Schloss Bellevue in Berlin. Um sicherzugehen, dass sie Steinmeier auch sprechen können, haben sich die beiden im Vorfeld vom Bundespräsidialamt zusichern lassen, ihn treffen zu dürfen. Das war auch im Büro des Präsidenten unüblich: Schüler, die um einen Termin beim Staatsoberhaupt bitten. Zudem hatten sie noch Gäste angekündigt.

Winkler und Karatas hatten zwei russische Schüler aus der Stadt Ufa mit dabei. Diese waren im Rahmen eines Schüleraustauschs vom 27.August bis 3. September auf Besuch und wussten nichts von der Überraschung, die sie in Berlin erwartet. "Wir hatten sie gebeten, eine Matroschka von zu Hause mitzubringen", erzählt Dennis Karatas. Wofür die bestimmt war, erfuhren sie erst in Deutschland.


Ende August ging es dann los zum Bürgerfest nach Berlin. An der Sicherheitsschleuse von Schloss Bellevue hieß es erst mal warten. Nach gut einer Sunde hatten es die Jungs dann endlich in den Garten des Schlosses geschafft - auch für die beiden Besucher als Russland ein absoluter Höhepunkt ihres Besuchs in der Bundesrepublik. Winkler: "Bei denen zu Hause gibt es so etwas wie ein Bürgerfest beim Präsidenten nicht." Doch was hat denn nun die deutsch-russische Entourage mit Herrn Steinmeier besprochen?

"Allzu viel Zeit hatten wir ja nicht mit ihm", sagt Richard Winkler. Sie überreichten ihm und seiner Frau Elke Büdenbender die Matroschka, ein Päckchen Schokolade aus Lichtenstein sowie eine Einladung in ihre sächsische Heimatstadt. Steinmeier soll zugesagt haben, seinen Zeitplan zu prüfen. Auch Ideen dafür, was sie dem Präsidenten zeigen wollen, haben Richard Winkler und Dennis Karatas bereits. Es stünden Besuche im Beruflichen Schulzentrum Lichtenstein und der Miniwelt an, aber es würde auch um Politik gehen. "Herr Steinmeier ist viel rumgekommen in der Welt", so Richard Winkler. "Vielleicht hat er Tipps, was man gegen das Aussterben der Innenstadt machen kann und wie man die allgemeine Zufriedenheit der Leute erhöht." Eine fixe Zusage für den Besuch steht noch aus.

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