Kühle Dusche tut Pflanzen gut

Damit es in öffentlichen Anlagen trotz Hitze und Dürre weiter grünt und blüht, sind Mitarbeiter der Kommunen täglich fleißig auf Achse.

Glauchau/Meerane/Waldenburg.

Der wenige Regen am Wochenende war lediglich ein Tropfen auf dem heißen Boden. Hitze und fehlende Niederschläge stressen seit Wochen Blumen, Bäume und auch städtische Mitarbeiter, die für die Pflege der öffentlichen Anlagen zuständig sind.

In Glauchau beispielsweise sind jeweils zwei Leute vom Baubetriebshof den gesamten Arbeitstag über mit dem Tankwagen im Einsatz. "Auch am Wochenende", sagt Stadtsprecherin Bettina Seidel. Besonders aufwendig zu pflegen seien bei der gegenwärtigen Witterungslage die Blumen und junge Bäume. 15.000Liter würden täglich im Stadtgebiet gegossen.

Der Baubetriebshof zapft das kühle Nass aus der Brauchwasserleitung des Regionalen Zweckverbandes in der Glauchauer Wilhelmstraße.

Während anderenorts in Sachsen auch Feuerwehren bei der Versorgung des Stadtgrüns mit kühlem Nass helfen, ist das in Glauchau noch nicht praktiziert worden. Auch in Waldenbug und Meerane waren Floriansjünger in dieser Hinsicht bisher nicht im Einsatz.

In Waldenburg werden Blumen und Bäume ebenfalls an allen sieben Tagen in der Woche mit Wasser versorgt. Besonders aufwendig zu betreuen seien dabei die Blumenrabatten und die Neupflanzungen, informiert Susanne Strauch von der Stadtverwaltung der Töpferstadt. 2000 bis 4000 Liter Brauchwasser, das man aus einem stadteigenen Hochbehälter zapfe, würden täglich verbraucht werden. Auf die Frage, ob die Einwohner helfen können, sagte Susanne Strauch: "Ja. Sie könnten die Blumenkübel in ihrer Nähe gießen."

Die Meeraner Stadtsprecherin Heike Hönsch teilte auf Anfrage kurz und bündig mit, dass die Pflanzkübel und alle neu in diesem Jahr gepflanzten Bäume im gesamten Stadtgebiet regelmäßig gewässert würden. Dafür werde Trinkwasser verwendet. Darauf angesprochen, wie es nach der langen Trockenheit in der gesamten Region mit den Gewässern in den drei Städten aussieht, sagte Bettina Seidel, dass in den städtischen Teichen und einigen Bachläufen in Glauchau kaum noch Wasser ist. Teilweise seien sie sogar ausgetrocknet.

Susanne Strauch sieht in Waldenburg vor allem die hohen Wassertemperaturen in den Fischzuchtteichen als Problem.

Und Heike Hönsch konstatiert, dass alle Bäche in Meerane aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit weniger Wasser führen als sonst.

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