Laientheater hat keine Berührungsängste

Das Freilichttheater ist mit der Resonanz auf Zorro zufrieden. In der kommenden Saison soll es wieder märchenhaft zugehen.

Auf der Freilichtbühne im Grünfelder Park wurde das Stück Zorro nicht nur vor, sondern auch zwischen den Besuchern gespielt.

Von Markus Pfeifer

Die Saison 2018 ist beim Freilichttheater Waldenburg nun schon wieder Geschichte und der Verein, der hinter dem Laientheater steht, hat eine erste Bilanz gezogen. "Wir sind zufrieden. Es gab in diesem Jahr keine Vorstellung, die so richtig ins Wasser gefallen ist", sagt Bert Wöllner, der zum Vereinsvorstand gehört. In diesem Jahr hat der Oberlungwitzer die Rolle des "alten" Zorro gespielt, der mit seinen Gefährten im Kampf für das Gute die Oberhand behielt. Eine genaue Zahl derer, die bei den insgesamt zwölf Aufführungen als Besucher dabei waren, lässt sich nur schwer ermitteln. Denn neben den 2600 zahlenden Gästen gab es auch rund 400 Kinder die bei der Schulvorstellung dabei waren und eine unbekannte Anzahl von Kindern, die bei den regulären Vorstellungen freien Eintritt hatten. Denn Mädchen und Jungen "unter Schwertlänge" haben beim Freilichttheater Waldenburg traditionell freien Eintritt.

Alles in allem dürfte die Besucherzahl bei 3500 Gästen liegen, was kein Rekord, aber ein solider Wert ist. "Diesmal hat es sich ziemlich gut verteilt, nachdem wir in den vergangenen Jahren meistens am Saisonende mehr Zulauf hatten", sagt Bert Wöllner. Für ein paar Sorgen hatten zwischenzeitlich nur die Bauarbeiten an den Wegen im Grünfelder Park gesorgt.

Als nächstes stehen Rückbauarbeiten an den Kulissen der Bühne auf dem Programm. Außerdem müssen die Kostüme und allerlei Requisiten in den Fundus einsortiert werden. Im Spätherbst rückt dann schon das Stück des nächsten Jahres in den Blickpunkt, denn die Rollen werden verteilt.

Im Sommer 2019 soll mit Rapunzel wieder ein Märchen gespielt werden. Dass es damit wieder ein Wechsel zwischen einer weitgehend realistischen Geschichte wie der von Zorro hin zu einem Märchenstück vor allem für Kinder gibt, ist laut Bert Wöllner eher Zufall. Denn die Auswahl wird jeweils aus eingereichten Drehbüchern und Ideen der Vereinsmitglieder getroffen. Verantwortlich für Drehbuch und Regie werden im kommenden Jahr Mario Reinhold und Robert Kalwis sein, die schon regelmäßig selbst auf der Bühne standen. Mit den Proben für die neue Märcheninszenierung soll Ende Januar oder Anfang Februar begonnen werden.

Wahrscheinlich werden bei Rapunzel auch wieder mehr Statisten benötigt als in diesem Jahr, weshalb laut Bert Wöllner voraussichtlich im kommenden Frühjahr auch wieder interessierte Neulinge gesucht werden. Unklar ist aus personellen Gründen noch, ob der Freilichttheaterverein noch ein Märchenstück für die Waldenburger Schlossweihnacht vorbereitet.

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