Lichtensteiner stehen fest zu ihrem Rosenfest

Auch wenn die Stadt finanziell nicht auf Rosen gebettet ist - von ihrer Tradition wollen die Bürger auf keinen Fall lassen.

Lichtenstein.

Lichtensteins Stadtfest hatte seinen Platz auf der Streichliste der sogenannten freiwilligen Leistungen der Kommune so gut wie sicher. Vom "wir feiern nur noch aller zwei Jahre" bis zum "wir lassen es bleiben" ist es meist nur ein kleiner Schritt. Den muss die Stadt im Grünen nun nicht mehr gehen. Zum einen weil es Wirtschaftspartner wie die VWS Verbundwerke Südwestsachsen GmbH gibt, die Vereine, Aktionen und Projekte vor allem auf den Gebieten Kunst, Kultur und Sport unterstützen. Und weil, wie es Altbürgermeister Wolfgang Sedner sagte, ein Angebot von Bürgern für Bürger ist, aus Vereinen der Stadt heraus getragen wird. Sedner ist Vorstandsmitglied im Verkehrs- und Kulturverein, der sich besonders für die "hoheitlichen Botschafterinnen" der Stadt im Grünen verantwortlich fühlt - den Rosenprinzessinnen.

"Das Rosenfest gehört zu Lichtenstein." Daran ließen Christiane (35) und Michael Lang (42) keinen Zweifel. Gemeinsam mit Sohn Philipp (15 Monate) gehörten die Lichtensteiner zu den Besuchern der mittlerweile 23. Auflage dieser Traditionsveranstaltung. "Ein Stadtest sollte zu einer Stadt gehören", sagten die Beiden. Um mit blick auf die vielen Zuschauer im Festgelände der Badergasse zu ergänzen: "Und die Leute scheinen es zu wollen."

Diese Auffassung hatten die jungen Leute gar nicht exklusiv. Der stimmte auch Gisela und Joachim Tautenhahn zu, die mit einem Alter von 72 und 79 Jahren zur älteren Lichtensteiner Einwohnerschaft gehören. "Das ist Tradition. Die Vereine engagieren sich, es wird gut angenommen. Also sollte es bleiben", sagte das Ehepaar kurz und bündig.

Darüber freut sich Wolfgang Sedner, unter dessen Ägide das Fest 1993 wiederbelebt worden war. "Ja, im Umfang wurde es deutlich reduziert. Aber so geht es auch", sagte er.


Rosenprinzessin Hanna I.

Hanna Tröger aus Hohndorf ist zur 23. Lichtensteiner Rosenprinzessin gekrönt worden. Für ein Jahr wird die 13-jährige Gymnasiastin die Stadt repräsentieren. Dabei hat sie die Hofdamen Lea und Melissa an ihrer Seite.

Bei ihrer Antrittsrede erklärte sie, sich vor allem um die kleinen Bürgerinnen und Bürger kümmern zu wollen. "Sie sind es, die die Tradition des Rosenfestes fortsetzen und unsere Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf holen sollen."

Rosenkavalier Jannik Kister (14) hatte dieses Amt nur fürs Wochenende. "Mich hätte es aber nicht gestört, das ganze Jahr an Hannas Seite zu sein", sagte er.

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