Loks zeigen sich am Wochenende

Die Eisenbahnfreunde waren diesmal beim beliebten Radlerfrühling im Muldental nicht präsent. Doch das hatte einen bestimmten Grund.

Glauchau.

Beim Radlerfrühling am 1. Mai sind die Tore des ehemaligen Glauchauer Bahnbetriebswerkes verschlossen geblieben. Waren die Dampflokfreunde mit ihrem Tag der offenen Tür in den letzten zwei Jahren beim Radlerfrühling stets präsent, stand der Lokschuppen dieses Mal so gut wie leer. "Ein Großteil unserer Loks war unterwegs", sagt Klaus Häußer von der Interessengemeinschaft "IG 58 3047".

Die Glauchauer waren mit mehreren Fahrzeugen in Bochum. Das dortige Eisenbahnmuseum hat sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest gefeiert. Unter dem Motto "Ost trifft West" wurde die parallel laufende Entwicklung von Lokomotiv- und Schienenfahrzeugbau bei der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn auf dem Gebiet der ehemaligen DDR präsentiert, vor zahlreichen Fotografen. Neben den Glauchauern waren auch Fahrzeuge der Preßnitztalbahn dabei und vertraten quasi Sachsen auf diesem Treffen. "Wenn wir zum 1. Mai unseren Lokschuppen in Glauchau für die Radlerfreunde geöffnet hätten, wäre dort nichts zu sehen gewesen", sagt Häußer. Deshalb haben sich die Eisenbahnfreunde entschieden, ihre Saison im Bahnbetriebswerk Glauchau eine Woche später zu eröffnen. Das wird nun am 6. und 7. Mai der Fall sein. Da werden auch alle Fahrzeuge wieder zu sehen sein. Mehr noch, die Dampflok 35 1097 wird zu Schnupperfahrten auf der Strecke Glauchau-Zwickau-Werdau-Gößnitz mit historischen Reisezugwagen fahren. Es gibt laut Klaus Häußer aber auch noch andere Gründe, warum sich ein Besuch bei der Saisoneröffnung lohne. "Zum Beispiel planen wir eine Premiere", kündigt er an. Erstmals werde die Dampflok 86 744 der Öffentlichkeit präsentiert. Das gute Stück sei zwar nicht mehr betriebsbereit, aber ein Augenschmaus sei es auf jeden Fall. Die Lok war in den 1960er-Jahren im Bahnbetriebswerk Glauchau beheimatet. Darüber hinaus gibt es am kommenden Wochenende die beliebten Führerstandsmitfahrten und eine Kindereisenbahn. Wer es noch eine Nummer kleiner mag, der kann sich die Modellbahnausstellung in der ehemaligen Mitropa des Glauchauer Bahnhofes ansehen.

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