Mauer bekommt neue Haut

Diagnose: Poröser Beton. Jetzt wird in Rüsdorf ein Teilstück der Stützmauer des Lungwitzbaches für 275.000 Euro saniert.

Rüsdorf.

Nur Anlieger können derzeit den Baustellenbereich auf der Unteren Hauptstraße zwischen den Hausnummern 34 und 35 in Rüsdorf passieren. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr lässt dort die Stützmauer auf der Straßenseite des Lungwitzbaches sanieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 275.000 Euro.

In der Oberfläche der Stützmauer hatte bereits ein Zersetzungsprozess begonnen, der den Beton in absehbarer Zeit hätte zerbröseln lassen. Das würde die Standsicherheit der Mauer erheblich beeinträchtigen. Auf rund 80 Meter bekommt die Mauer jetzt eine neue Betonschicht. "Eigentlich ist das nur als Übergangslösung gedacht, es wird aber mit Sicherheit einige Jahre halten", sagt Paul Mareck von der Firma Bauunternehmung Manfred Uhlig aus Crottendorf. Die poröse Schicht wurde zunächst mit einem pneumatischen Meißel am Bagger weggepickert. "Wir sind jetzt gerade damit beschäftigt, die Löcher für die Anker zu bohren", erklärt Bauarbeiter Michael Pierer. Mit den Ankern werden Stahlmatten aus Bewehrungsstahl senkrecht vor der Wand arretiert. Sie tragen dann die Schicht aus Spritzbeton. "Das Betonsilo ist voll, nächste Woche geht es los mit dem Aufspritzen der Betonschicht", sagt Paul Mareck. "Dabei darf nichts von dem Beton ins Wasser gelangen. Das würden die Fische nicht vertragen", sagt Mareck. Deshalb wird der Baustellenbereich durch abgedichtete Betonelemente vom Wasser getrennt. Eigentlich ist die Mauer 90 Meter lang. Allerdings werden nur 80 Meter auf diese Weise saniert, auf den letzten zehn Metern flussabwärts wird nur ausgebessert. Als Unterspülschutz werden dann noch Steine aufgeschüttet. Bis Anfang September soll alles fertig sein.

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