Miniwelt will siebtes Weltwunder

Die Idee stammt von Besuchern und Betreibern. Es könnte sich als das bislang ambitionierteste Projekt herausstellen.

Lichtenstein.

Sollte das Wetter so bleiben wie am Sonntag, können sich die Betreiber der Miniwelt Lichtenstein auf einen goldenen Abschluss ihres 20-jährigen Jubiläums freuen. Nach einem eher grauen, unfreundlichen Samstag nutzten noch einmal zahlreiche Gäste die Gelegenheit, bei nahezu sommerlichen Temperaturen die Wege der Miniwelt entlang zu spazieren.

Für eine endgültige Saisonbilanz sei es zwar noch zu früh, sagte Miniwelt-Sprecherin Claudia Schmidt. "Aber wir können jetzt schon mal sagen, das Jubiläumsjahr ist sehr gut gelaufen." Als besonderen Höhepunkt nannte Schmidt die Veranstaltung "Miniwelt bei Nacht" im August. Zum ersten Mal in 20 Jahren entschieden sich die Veranstalter, eine externe Firma mit der Beleuchtung zu beauftragen. "Das Ergebnis war spitze. Wir werden es wohl nächstes Jahr wieder so machen", sagte Parkleiterin Anke Krasselt.

Wenn es nach den Wünschen der Besucher geht, soll ab nächstem Jahr auch ein neues Miniaturbauwerk in der Miniwelt entstehen. Doch nicht irgendeines. "Nicht nur unsere Gäste, wir alle wünschen uns die Hängenden Gärten der Semiramis", erklärte Schmidt. Der Grund: Sechs der antiken Weltwunder gibt es in Lichtenstein bereits zu bestaunen, darunter etwa die Pyramiden von Gizeh, den Leuchtturm von Alexandria oder den Koloss von Rhodos. Doch das letzte Weltwunder, eben jene Gärten aus dem antiken Babylon, fehlt bislang.

Eine Rekonstruktion im Kleinformat wäre jedoch kompliziert. Zum einen gebe es keine genauen Aufzeichnungen der historischen Gärten. "Daher bezweifeln einige Leute sogar deren Existenz", sagte Schmidt. Ein Problem für die Miniwelt, die den Anspruch hat, möglichst exakt und maßstabsgetreu zu rekonstruieren. Zum anderen habe man den Anspruch, das Imitat auch zu bepflanzen und zu bewässern. "So etwas haben wir hier bislang noch nie gemacht." Und Plastepflanzen kämen laut Schmidt keinesfalls in Frage.

Für dieses Jahr soll das Halloweenfest am 31. Oktober den krönenden Abschluss bilden. Bis 27.Oktober gibt es ein buntes Herbstferienprogramm für Kinder. Highlight: ein Film im Planetarium über den 2000 Jahre alten Kalender der Maya. Das beeindruckt Mitarbeiter Jürgen Hensel: "Trotz seines Alters war der Kalender genauso präzise wie unser heutiger."

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...