Mit 120 Sachen durch Oberlungwitz

Ein Verkehrssmiley steht am Rathaus der Stadt. Die dazugehörige Radaranlage dokumentierte auch einen Extremraser.

Oberlungwitz.

Ein trauriges Gesicht ist in Oberlungwitz regelmäßig am Rathaus zu sehen. Denn das sogenannte Verkehrssmiley, das im Frühjahr in Betrieb genommen wurde, färbt sich bei vorbeifahrenden Autos oft Rot und lässt nach der Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit die Mundwinkel hängen. Denn nach Angaben der Stadtverwaltung fahren viele Autofahrer schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer.

Ein noch grimmigeres Gesicht hätte das Smiley aber beim bisherigen Rekord gebraucht. Den hatte Bürgermeister Thomas Hetzel in der jüngsten Ratssitzung mit 120 Stundenkilometern angegeben, die ein Auto mitten in der Nacht fuhr. "Höhere Geschwindigkeiten wurden seitdem nicht gemessen", sagt Andrea Neumann aus der Stadtverwaltung. Kurz vor der leichten Rechtskurve sind die gemessenen 120 Stundenkilometer alles andere als verantwortungsbewusst, doch Folgen hatten sie für den Verkehrsteilnehmer nicht. Denn es wird lediglich das Tempo erfasst, kein Autokennzeichen. "Die Anlagen sollen ja nur erziehen. Das hat schon ein Stück weit geklappt", sagt Neumann. Mit einer neuen Software für die Anlage wird die nächtliche Erfassung der Werte eingestellt. Weitere Verkehrssmileys sind in Oberlungwitz geplant und am Feuerwehrgerätehaus soll eine Anlage entstehen, die im Einsatzfall Verkehrsteilnehmer auf der B 173 rechtzeitig vor ausrückenden Fahrzeugen warnt.

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