Mit Bachs Musik wird es festlich

Ein Fleischermeister, der sich quasi ins eigene Fleisch schneidet, eine Zuckerbäckerin auf Zeit und ein Kantor mit großem Programm.

Peter Stöber (70) hat am Wochenende beim Lichtelfest auf dem Callnberger Neumarkt in Lichtenstein Roster angeboten, die deutlich schwerer waren als anderswo. Denn am Stand von Fleischermeister Stöber sollte niemand hungrig bleiben. "Meine Roster wiegen 130 Gramm, woanders sind es rund 100 Gramm", sagt der 70-Jährige. Die Würste produziert er vorrangig für den Verkauf in der Fleischerei am Neumarkt. Dort wird der Preis nach dem Gewicht ermittelt. Beim Lichtelfest gibt es dagegen einen Stückpreis. Da der mit 2,50 Euro einigermaßen günstig bleiben sollte, schnitt sich der Fleischermeister sozusagen ins eigene Fleisch. Doch weil vor allem Stammkunden und viele Callnberger bei dem Fest feierten, drückte Stöber eben wieder ein Auge zu und etwas mehr in die Wurst. Dass Roster bei Festen normalerweise preiswerter sind als Steaks, ist laut Stöber eigentlich nicht gerechtfertigt. "Ihre Herstellung ist aufwendiger, es sind viel mehr Arbeitsschritte nötig", erklärt der Fleischermeister, der vor reichlich zehn Jahren auch einer der Gewerbetreibenden am Neumarkt war, die das Lichtelfest ins Leben riefen. Mittlerweile übernehmen andere die Organisation, aber Peter Stöber und seine Riesenroster dürfen nicht fehlen. (mp)f

Sindy Mittag, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst des Hewag-Seniorenstifts in Lichtenstein, hat sich am Donnerstag an einer süßen Überraschung versucht. Sie betrieb einen der 15 Stände, die beim Weihnachtsmarkt im Haus die Bewohner und Gäste mit ihren Angeboten erfreuten. Sindy Mittag war für die Zuckerwatte und die gebrannten Mandeln zuständig. Der Weihnachtsmarkt im Hewag-Seniorenstift hat schon Tradition. Dort gab es auch selbst gebackene Waffeln, Roster und Glühwein. Die Bewohner freuten sich sichtlich darüber, was der Soziale Dienst unter Leiterin Carmen Zwinscher rund um den geschmückten Weihnachtsbaum auf die Beine gestellt hatte. Eine gute Generalprobe für die nächste Feierlichkeit. Denn am 8. Januar feiert das Team um Einrichtungsleiterin Anja Zeuner den 20. Geburtstag des Hauses. (hpk) Martin Müller hat am morgigen Sonntag einen großen Tag. Am zweiten Advent leitet der Gersdorfer Kantor ab 16 Uhr die Aufführung eines der bedeutendsten Werke von Johann Sebastian Bach. In der Gersdorfer Marienkirche werden mit ihm der Gersdorfer Kinderchor, die Kantoreien Oberlungwitz und Hohenstein-Ernstthal sowie das Collegium Instrumentale musizieren. Unter Müllers Leitung stehen auch die Solisten Michele Rödel (Sopran), Claudia Schmiedel (Alt), Kristian Soerensen (Tenor), Karsten Müller (Bass) und Bastian Uhlig (Continuo). Bei dieser Aufführung erklingen die Kantaten 1 bis 3 des Oratoriums. Mit diesem klanggewaltigen Werk erzählt Bach eindrucksvoll die Weihnachtsgeschichte, wie der Name bereits sagt. Fakt ist: Kantor Martin Müller und seine Mitstreiter werden damit eine Atmosphäre ins Gersdorfer Gotteshaus zaubern, wie sie festlicher kaum vorstellbar ist. (hpk)

Thomas Kehrer möchte in Lichtenstein mehr Rödlitz auf den Tisch bringen. Ab Montag wird der 49-Jährige den Platz von Ulf Adelmeier (Freie Wähler) im Stadtrat einnehmen. Kehrer ist selbstständiger Unternehmer mit einer Firma, die Baudienstleistungen und Containerdienste anbietet. Die Politik beschäftige ihn schon lange, wie der gebürtige Rödlitzer sagt. Ursprünglich wollte er in den Rödlitzer Ortschaftsrat, doch ein Bekannter bei den Freien Wählern fragte, ob Kehrer nicht Lust hätte, für den Lichtensteiner Stadtrat zu kandidieren. Dazu konnte der Geschäftsmann nicht Nein sagen. Für Kehrer ist insbesondere der Ausbau des Sportplatzes in Rödlitz eine Herzensangelegenheit, für die er sich einsetzten will. Zuvor hat er bereits bei freiwilligen Arbeitseinsätzen mitgeholfen. (akli )

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