"Mit den Linken gab es die meisten Schnittpunkte"

Udo Zilly (Wählervereinigung Pro Hot) über die Wahlenttäuschung, neue Bündnisse und die Arbeit im bald neuen Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal

Hohenstein-Ernstthal.

Stadtrat Udo Zilly (Pro Hot) hat als einziger seiner Wählervereinigung den Sprung in den neuen Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal geschafft. Im Gespräch mit Erik Kiwitter gab er bekannt, ob er sich einer Fraktion anschließen wird.

Freie Presse: Die Stadtratsfraktion von Pro Hot schrumpft. Die Wahl im Mai ergab, dass Sie als Einziger Ihrer Wählervereinigung in das Gremium einziehen.


Udo Zilly: Ja, das ist enttäuschend. Wir hatten zwölf Kandidaten auf der Liste und bislang drei Mandate. Leider bin ich der Einzige, der seins behalten hat.

Als Einzelkämpfer sozusagen. Werden Sie sich einer anderen Fraktion anschließen?

Als Einzelkämpfer hat man schlechte Karten. Als fraktionsloser Stadtrat dürfte ich an keinen Ausschusssitzungen teilnehmen. Aber gerade dort werden viele Dinge, die dann in der eigentlichen Stadtratssitzung beschlossen werden, vorbesprochen. Deshalb werde ich mich einer Fraktion anschließen, um mir vor den Entscheidungen ein objektives Bild machen zu können.

Und welcher Fraktion schließen Sie sich nun an?

Der Linksfraktion. Meine Wählervereinigung hat mir freie Hand gelassen. Alexander Weiß von den Linken hat mich gefragt, ob ich mich seiner Fraktion anschließen könnte. Ich bin natürlich kein Mitglied der Linken, aber in der Vergangenheit gab es mit ihnen im Stadtrat die meisten Schnittpunkte.

Welche zum Beispiel?

Wenn ich da an den geplanten Erweiterungsbau an das Karl-May-Haus denke, da liegen wir grundsätzlich gleich. Der Bau ist zu groß, zu teuer und bringt den Einwohnern nichts. Auch bei den Straßenausbaubeiträgen hatten wir die gleiche Meinung. Wir wollten nicht nur, dass sie abgeschafft werden, sondern dass sie rückwirkend bis 2010 zurückgezahlt werden.

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