Mobiler Fixpunkt in schwierigen Zeiten

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Ein Rödlitzer nimmt als "alter Hase" in seinem Fach im Leipziger Zoo Prüfungen ab - Drei Streetworker bieten auch in Pandemiezeiten offene Ohren.

Tobias Rietzsch (55), der sich in der Naturschutzstation in Rödlitz normalerweise um hilfsbedürftige Wildtiere, Artenschutz oder Projekte für Nachwuchsnaturschützer kümmert, hat in den kommenden Tagen eine besondere Aufgabe. Er gehört in Leipzig zur Prüfungskommission, die die Leistungen der Zootierpfleger-Azubis bewertet. Neben Korrekturen der theoretischen Prüfungen wird Rietzsch auch bei der Praxis dabei sein. "Die Ausbildung zum Zootierpfleger ist sehr vielseitig und anspruchsvoll", sagt der Rödlitzer. Krankheiten, Fangtechniken, Fütterung oder Arbeitsschutz gehören genau wie umfangreiches Wissen zu verschiedenen Tierarten zu den Inhalten. Tobias Rietzsch hat die Ausbildung zum Zootierpfleger von 1982 bis 1985 absolviert und bis 2014 im Tierpark Chemnitz gearbeitet. "Die Fernsehsendungen vermitteln ein geschöntes Bild von dem Beruf. Er ist körperlich hart und kann auch ziemlich gefährlich sein", schätzt Rietzsch ein. Nach seinem Einsatz als Prüfer in Leipzig soll Mitte März die Arbeit in der Naturschutzstation anlaufen. (mpf)Tommy Kotzur, Fabian Ferber und Tobias Winkler, die in der Flexiblen Jugendhilfestation des Diakoniewerkes Westsachsen arbeiten, wollen mit Menschen ins Gespräch kommen. Sie haben das neue Angebot "Sprech-Zeit" ins Leben gerufen, das am vergangenen Dienstag auch auf dem Glauchauer Markt zu Gast war. Künftig soll es aber im Schillerpark zu finden sein, immer mittwochs von 12 bis 16 Uhr. "Es gibt derzeit viele Leute, denen die sozialen Kontakte fehlen", sagt Tommy Kotzur. Deshalb wollen die Streetworker Ansprechpartner für unterschiedlichste Themen oder auch einfach nur Zuhörer sein. Denn Möglichkeiten zum persönlichen Austausch seien generell wichtig, um der Vereinsamung vorzubeugen. Bei Bedarf können auch weitere Hilfsangebote vermittelt werden. Junge Leute und auch ältere Semester sind zur "Sprech-Zeit" eingeladen. Sie findet jeweils im Freien oder unter einem Pavillon statt. Unterstützt wird die Arbeit der Streetworker auch von der Stadt Glauchau. Im Freien arbeiten dürfen Tommy Kotzur und seine Mitstreiter auch in Corona-Zeiten. Viele andere Angebote der offenen Jugend- und Sozialarbeit in der Flexiblen Jugendhilfestation müssen dagegen weiterhin pausieren. (mpf)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.