Mugler AG feiert und sucht Verstärkung

Eine Oberlungwitzer Firma will expandieren, am besten vor Ort. Einziger Hemmschuh - fehlende Fachkräfte. Ein Schulprojekt könnte dabei abhelfen.

Oberlungwitz.

In der Telekommunikationsbranche ist die Mugler AG in Oberlungwitz eines der führenden Unternehmen. Eine Vorstellung davon, was die Firma macht, bekamen die Besucher zum Tag der offenen Tür am Samstag, der mit weit über 500 Besuchern eine gute Resonanz hatte. Den Gästen fielen dabei rund 60 Transporter und ebenso viele Firmen-PKW auf, die davon zeugen, dass die Techniker des Unternehmens viel unterwegs sind. Laut Fabian Berger, der zur Geschäftsleitung gehört, betreut die Mugler AG bundesweit rund 60.000 Standorte von Mobilfunkanlagen.

Und es könnten noch mehr werden, wenn ab 2020 der neue Mobilfunkstandard 5G Einzug hält. Vorstand Hartmut Fiedler blickt noch weiter. "Wenn ich 15 Jahre nach vorn schaue, sehe ich nicht, dass die Arbeit weniger wird", sagt er mit Blick auf die Perspektiven in der Kommunikationstechnik, egal ob es um schnelle Festnetzlösungen oder neue Anwendungen für das mobile Internet geht. Auch E-Mobilität und automatisiertes Fahren sind Themen, bei denen die Mugler AG mitmischt. Deshalb wurden beim Tag der offenen Tür Elektroautos verschiedener Hersteller präsentiert. Stefan Kunz, für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, hatte die letzten Wochen viel Arbeit in die Veranstaltung gesteckt. "Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden. Bei den Vorträgen war das Interesse viel größer als gedacht", sagt er. Im Konferenzraum waren zusätzliche Stühle nötig, als es um vernetztes Fahren oder Möglichkeiten ging, das eigene WLAN-Netzwerk zu optimieren. Ein wichtiges Thema war auch, sich als Arbeitgeber zu präsentieren. "Wir könnten derzeit 60 bis 80 Leute brauchen", sagt Hartmut Fiedler. Denn der Fachkräftemangel hemmt das Wachstum. Verstärkt wird mit Fremdfirmen zusammengearbeitet, doch lieber wären Fiedler mehr Mitarbeiter im Haus. Gesucht werden Monteure und Techniker genau wie Bauleiter, Planer oder Projektmanager. Um Nachwuchs zu finden und Interesse an der Telekommunikationstechnik zu wecken, startet das Unternehmen in diesem Schuljahr eine Arbeitsgemeinschaft namens "Wave Surfer" am Eurogymnasium Waldenburg.

Der Umsatz der Mugler AG lag im vergangenen Jahr bei rund 30 Millionen Euro und soll weiter wachsen. Auch räumlich will die Firma wachsen, am liebsten in Oberlungwitz. Auch Firmengründer und Aufsichtsrat Albrecht Mugler war am Samstag auf dem Gelände unterwegs und hatte mit Blick auf das Motto der Veranstaltung "25 Jahre Mobilfunk in der Mugler AG", Erinnerungen parat. "Die ersten Mobiltelefone wogen fünf bis zehn Kilo", erzählt Mugler, der die Firma 1990 gegründet hatte. Der Einstieg ins Mobilfunkgeschäft erfolgte als Partner von E-Plus im Jahr 1993. Schnell stellte sich heraus, dass es erfolgreich wird, den Mobilfunkunternehmen bei Standortsuche, Planung, Realisierung und Wartung ihrer Anlagen ein Komplettpakt aus einer Hand anbieten zu können. "Wir haben die kommenden Trends immer wieder erkannt", sagt Mugler, der jedoch kritisiert, dass es in Deutschland oftmals nicht zielstrebig genug vorwärts geht, wenn es um wichtige Weichenstellungen und die Umsetzung von technischen Neuerungen geht.

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