Museum weckt Sehnsucht nach Italien

Goethe hat das Land als Inspiration geliebt. Viele deutsche Künstler folgten ihm. Und später massenhaft die Touristen.

Zwickau.

Vorfreude, schönste Freude. Das gilt nicht nur in der Adventszeit. Kunst- und Italienliebhaber dürfen in ihrem Kalender für 2021 schon mal den 13. März dick ankreuzen. Dann wird in den Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum die Sonderausstellung "Italiensehnsucht!" eröffnet.

Die Schau spürt den italienischen Reisezielen deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler zwischen 1905 und 1933 und ihrer vielfältigen künstlerischen Produktion nach. Es werden zweieinhalb Monate lang Werke unter anderem von Max Beckmann, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, August Macke, Gabriele Münter, Hans Purmann, Walter Ophey, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein, der sich mehrere Male in Italien aufhielt (1907, 1911, 1913), zu sehen sein.

Auch wenn Anfang des 20. Jahrhunderts vielen Künstlern Paris als wichtigstes Reiseziel galt, war das alte Sehnsuchtsland Italien keineswegs vergessen. Die Ausstellung spürt den Spuren der Künstler der expressionistischen und neusachlichen Generationen nach. Sei es in den Kulturstädten von Antike, Renaissance und Barock wie Florenz und Rom, wo Stipendien der Villa Romana oder Villa Massimo lockten, an den malerischen Orten der Amalfiküste, am Golf von Sorrent, auf Capri oder Ischia: Vielfältig waren die Anregungen, überwältigend das südliche Lebensgefühl.

Auf der Facebookseite "Italiensehnsucht" ist die gleichnamige Zwickauer Ausstellung, die bis zum 30. Mai 2021 läuft, bisher nicht verlinkt. Kann ja noch werden. (tc)

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